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Provinzial Rheinland

Geschäftsjahr 2016 schließt mit Gewinn

Die Provinzial Rheinland Versicherungen können auf ein gutes Geschäftsjahr 2016 zurückblicken. Auch wenn einige Geschäftsbereiche geschwächelt haben, wurde der Gewinn um rund 18 Prozent auf 89 Millionen Euro vor Steuern gesteigert.

Die Provinzial Rheinland Gruppe verzeichnete zwar einen leichten Beitragsrückgang von 1,2 Prozent auf 2.706,0 Milliarden Euro, aber die Sachversicherungen konnten aber mit 6,1 Prozent deutlich zulegen und erzielten Beitragseinnahmen von 1,493 Milliarden Euro. Bei den Lebensversicherungen gab es einen Rückgang der Beiträge um 8,9 Prozent auf 1,212 Milliarden Euro. Mit 89,4 Millionen Euro konnte der Gewinn der Holding vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um gut 18 Prozent gesteigert werden. In vielen Sparten konnten Zuwächse erzielt werden, besonders in der Wohngebäudeversicherung (+ 4,7 Prozent), der Kraftfahrt-Versicherung (+ 3,2 Prozent) und der Unfallversicherung (+ 2,9 Prozent). Auch im Jahr 2016 war die Provinzial Rheinland von Schadenereignissen wie den Unwettern "Elvira" oder "Friederike" betroffen, die hauptsächlich durch Schäden aufgrund von Starkregen Bruttoschadenaufwendungen in Höhe von etwa 26 Millionen Euro verursachten. Zusätzlich richtete das Unwetter "Lea" durch Sturm- und Hagelschäden einen Bruttoschaden von etwa 43 Millionen Euro an.

Gute Schaden-Kosten-Quote

Trotz dieser Großschaden-Ereignisse ist die Combined Ratio, also die Summe aus Schadenaufwand und Kosten im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen, bei der Provinzial Rheinland weiterhin unter dem Marktdurchschnitt und belief sich für das selbst abgeschlossene Geschäft auf 91,5 Prozent. Damit liegt das Unternehmen erneut unterhalb der GDV-Hochrechnung des Marktes von 96 Prozent. Die im langfristigen Vergleich immer noch moderate Schadenentwicklung, der erneute Beitragsanstieg sowie die im Marktvergleich gute Kostenquote von 23,4 Prozent trugen zu dem guten Wert bei. Dagegen ließ die sehr schwierige Situation an den Kapitalmärkten das Nettoergebnis der Kapitalanlagen beim Kompositversicherer von 77,5 Millionen Euro auf 69,0 Millionen Euro zurückgehen. Die Nettoverzinsung sank von 3,0 Prozent auf 2,6 Prozent. Insgesamt betrug der Kapitalanlagenbestand der Provinzial Rheinland Versicherung AG 2.660,8 Millionen Euro.

Lebensversicherung rückläufig

Das Neugeschäft der Provinzial Rheinland Lebensversicherung war 2016 von besonderen Entwicklungen geprägt. Die laufenden Beiträge sanken um 4,8 Prozent auf 45,9 Millionen Euro. Das Einmalbeitragsgeschäft reduzierte sich um 15,9 Prozent von 595,9 Millionen Euro auf 501,0 Millionen Euro. Dieser Rückgang wurde von der Provinzial nach eigenen Angaben bewusst gesteuert und war vor laut dem Versicherer das Ergebnis von Maßnahmen, „um die Versicherten vor spekulativem Verhalten zu schützen“. Insgesamt ist das Neugeschäft der Provinzial Rheinland damit um 15,1 Prozent auf 546,9 Millionen Euro gesunken. Die gebuchten Beiträge aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft verringerten sich damit um 9 Prozent auf 1.210,6 Millionen Euro. Das Nettoergebnis sämtlicher Kapitalanlagen konnte nach Abzug aller Aufwendungen auf 552,2 Millionen Euro gesteigert werden. Insgesamt betrug der Kapitalanlagenbestand der Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG 13,707 Milliarden Euro. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug wie im Vorjahr 3,9 Prozent.

(Redaktion)


 


 

Provinzial Rheinland
Geschäftsjahr 2016

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