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Büroflächenumsatz

Vodafone-Anmietung bringt die Statistik in Schieflage

Etwa 147.000 m² Bürofläche fanden in Düsseldorf im 1. Halbjahr 2011 einen neuen Nutzer. Damit lag der Flächenumsatz zwar ca. 29 % unter dem Vorjahresniveau, allerdings liegt dies maßgeblich in der Vodafone-Anmietung (ca. 90.000 m²) begründet, die im vergangenen Jahr in die Statistik einfloss.

„Zum Abschluss des 1. Quartals lagen wir noch 40 % unter dem Vorjahresniveau, insofern betrachten wir die Halbjahreszahlen als ein gutes Ergebnis“, kommentiert Panajotis Aspiotis, Regional Director und bei Savills verantwortlich für die Düsseldorfer Niederlassung. „Da die Flächennachfrage sehr hoch ist, sind wir zuversichtlich, dass wir bis zum Jahresende weiter Boden gut machen“, so Aspiotis weiter. Einen Flächenumsatz von 350.000 m² hält Savills für realistisch – im vergangen Jahr war es mit 373.000 m² nur wenig mehr.

Die hohe Nachfragedynamik wirkte sich auch auf das Mietniveau aus. Die Spitzenmiete konnte ihr hohes Niveau von 23,50 EUR/m² halten und hat für den weiteren Jahresverlauf durchaus noch etwas Aufwärtspotenzial. Bis zum Jahresende ist eine Erhöhung auf 24,00 EUR/m² realistisch. Die Durchschnittsmiete stieg sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich deutlich auf 14,34 EUR/m² an (+ 10,3 % bzw. + 11,2 %). Dies liegt nicht zuletzt daran, dass im 2. Quartal beinahe jeder zehnte Mietvertragsabschluss jenseits der Marke von 20 EUR/m² lag.

Leerstände nahmen trotz Flächennachfrage zu

Auf den Leerstand hatte die hohe Flächennachfrage kaum einen entlastenden Effekt. Die Leerstandsquote stieg verglichen mit Ende März sogar nochmals leicht an und lag zum Halbjahresende bei 11,6 %. Im Jahresvergleich bedeutet dies einen Anstieg von 7,4 %. Insgesamt standen damit Ende Juni knapp 900.000 m² Bürofläche leer, wobei es sich bei einem erheblichen Teil davon um auch langfristig nicht mehr vermietbaren Sockelleerstand handelt.

Zwar ist in den nächsten Monaten nicht mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, auf mittlere Sicht dürfte es nach Savills-Einschätzung allerdings auch nicht zu einem signifikanten Leerstandsabbau kommen. Erstens würden absehbar in erheblichem Umfang Flächen durch Umzüge freigesetzt, zweitens nehme die Zahl spekulativer Projektentwicklungen vor dem Hintergrund steigender Flächennachfrage und Mieten wieder zu. Spätestens ab 2013 dürfte das Flächenfertigstellungsvolumen, das sich im laufenden Jahr mit voraussichtlich 75.000 m² fertiggestellter Bürofläche auf niedrigem Niveau bewegt, wieder deutlich ansteigen.

(Redaktion)


 


 

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