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  • 22.07.2011, 02:48 Uhr
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  • Düsseldorf / Köln / Mittlerer Niederrhein
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Metropolenkongress

Kammer-Initiative - Das Rheinland rückt enger zusammen

Marketingstrategie nach außen und innen

Nach Auffassung von Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, der an der TU Dortmund Raumplanung lehrt, kann „die Bildung einer Metropolregion nicht von oben verordnet werden, sondern muss von unten wachsen“. Zu den Prioritäten einer metropolregionalen Standortpolitik gehöre auch eine Marketingstrategie, die für eine Wahrnehmbarkeit auf internationaler Ebene sorge und gleichzeitig nach innen Identität stifte. Wichtig sei es, „alle Partner mitzunehmen und keine neuen Grenzen zu ziehen“, betonte Wiechmann.

In vier Themen-Workhops sorgten Impulsreferate und Erfahrungsberichte aus bereits etablierten Metropolregionen wie Hamburg und Frankfurt für einen regen Gedanken- und Meinungsaustausch. Im Mittelpunkt standen Fragen der Verkehrsinfrastruktur ebenso wie die Bedeutung von Kultur und Tourismus für die Identitätsstiftung und Außenwirkung. Welche Rolle Wissenschaft und Innovationsstärke für die Metropolregion Rheinland spielen können, wurde ebenso diskutiert wie die Frage, welche finanziellen Mittel für ein professionelles Standortmarketing bereitzustellen wären und mit welchen Botschaften eine Imagekampagne für die Region werben könne. 

Zielsetzung: Region Rhein-Ruhr auflösen

„Wir befinden uns vor einem Quantensprung“, stellte der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Werner Stump, fest und räumte ein: „Wir haben noch eine lange Wegstrecke vor uns!“

Die Erkenntnisse aus den vier Themen-Workshops sollen nach dem Willen der Rheinland-Kammern in ein für September geplantes Treffen der Oberbürgermeister und Landräte der Region mit den rheinischen IHK-Chefs einfließen. Als weiteres Ziel peilen die Initiatoren an, dass das Rheinland von der Ministerkonferenz für Raumordnung formal als Metropolregion anerkannt wird. Damit – so die Erwartung der Industrie- und Handelskammern – könnte die derzeit bestehende, aber nicht „gelebte“ Metropolregion Rhein-Ruhr aufgelöst und in zwei eigenständigen Einheiten Rhein und Ruhr weiterentwickelt werden.

 

(Redaktion)


 


 

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