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Rehacare

Inklusion, Pflege, Mobilität - eine Messe voller Themen

Mit 900 Ausstellern aus 36 Ländern beginnt am Mittwoch die Rehacare 2014. Die Messe bietet ein umfangreiches Spektrum von Produkten und Informationen für Betroffene, Angehörige oder beruflich Interessierte. Neu im Informationsprogramm ist mit dem Rehacare-Forum eine offene Informations- und Diskussionsplattform, die sich jeden Tag einem neuen Thema widmet.

Dabei sind die Tage auf vier beschränkt, schließlich läuft die Messe nur vom 24. bis 27. September, obwohl es zahlreiche Themen gibt, die es zu betrachten gilt. Beispiel Eingliederung von Menschen mit einer Behinderung am Arbeitsplatz, auf die heutige Kurzform „Inklusion“ gebracht. Seit vielen Jahren versuchen die Interessensvertretungen und die Politik den Ausgleich zwischen die notwendigen Voraussetzungen und den damit teilweise verbundenen notwendigen Investitionen seitens der Betriebe. Mit mäßigem Erfolg. Woran es liegen könnte, bleibt Spekulation. Denn mit dem Prädikat „Behinderten feindlich“ möchte sich kein Betrieb schmücken. Somit umgehen sie eine abschlägige Bewerbung bereits im Vorfeld mit Formulierungen in der Stellenbeschreibung, die von einem behinderten Arbeitssuchenden nicht erfüllt werden können. Dabei gibt es Lösungsansätze. „Gerade kleinere und mittlere Unternehmen besitzen keine Informationen über die individuelle Anpassung er Arbeitsplätze“, so Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthilfe. Probleme ließen sich mit viel geringerem Aufwand bewältigen, als landläufig gedacht wird.

In den Schulen, wo das Thema Inklusion gerade erst am Anfang steht, fordert Danner, dass sich die „Lernziele in einer Klasse verändern.“ Es solle dabei nach „individuellen Steigerungen und nicht nach der allgemeinen Messlatte“ zielunterschiedlicher unterrichtet und bewertet werden.

Doch die Inklusion ist nur ein offenes Thema, für das Lösungen gesucht werden. Weitere, die auch auf der Rehacare 2014 angesprochen werden, sind die häusliche Pflege und die Mobilität.

Zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen, das sind 1,75 Millionen, werden zu Hause versorgt. Davon werden 1,2 Millionen ausschließlich von Angehörigen betreut, die weder auf ambulante Dienste noch professionelle Hilfe zurückgreifen. Diesen „Laien“ will die Messe eine Hilfe bieten. Fachleute aus Pflegeverbänden und der Pflegewirtschaft in formieren in Vorträgen und Workshops sowie in persönlichen Gesprächen auf die Schwierigkeiten, die Belastungen und den Risiken hin, wozu auch die Gewalt gegen Pflegebedürftige zählt. Danner: „Wir müssen die Überforderungssituation verbessern.“

Noch nie in ihrer Geschichte benötigte die Rehacare mit über 31.000 Quadratmeter verteilt auf sechs Messehallen so viel Platz wie in diesem Jahr. Neue Themen und neue Aussteller drängen auf die Veranstaltung. Der Markt rund um Pflege, Rehabilitation und gesellschaftlicher Entwicklung gewinnt immer stärker an Bedeutung.

Öffnungszeiten für Besucher
Mittwoch bis Freitag: 10.00 - 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 17.00 Uhr

1-Tageskarte: Online: 7 € vor Ort: 12 €

(Manfred Fammler)


 


 

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