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SAVE FOOD Kongress beendet

Nicht mehr verkäuflich und trotzdem schmackhaft

Der zweite internationale SAVE FOOD Kongress wurde gestern beendet. Neben dem senegalesischen Minister und Musiker Youssou N’Dour und der ehemalige Bundesministerin Renate Künast trugen auch Vorträge und Workshops dazu bei, Nahrungsmittelverluste und –verschwendung zu bekämpfen.

Der zweite internationale SAVE FOOD Kongress setzte an beiden Tagen unterschiedliche Schwerpunkte. So stand der siebte Mai vornehmlich im Zeichen politischer und gesellschaftlicher Aspekte, während der achte Mai vornehmlich auf die Perspektive der Wirtschaft fokussierte. Dennoch durchzog an beiden Tagen ein Thema den gesamten Kongress als roter Faden: Es ging darum, Allianzen zu bilden und zu stärken – Zusammenschlüsse aller beteiligten Akteure aus der Nahrungsmittel- Wertschöpfungskette , die mit unterschiedlichen Kompetenzen und Ressourcen neue Möglichkeiten erschließen.

Projekte aus Kenia

Die Präsentation der aktuellen Grundlagenstudie der Initiative SAVE FOOD machte dabei die Gründe und konkrete Lösungsansätze für Nahrungsmittelverluste in Kenia deutlich. Fallstudien in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und Fischerei in Kenia zeigen darin Ursachen und Lösungswege für Nahrungsmittelverluste auf. Konkret befasst sich die Studie mit der Optimierung der Erträge bei Milch, Bananen, Fisch und Mais in Kenia. Ein weiteres anschauliches Beispiel für die zielgerichteten Aktionen der Initiative gab die Vorstellung des SAVE FOOD Mango Projektes in Kenia. Zentraler Ansatzpunkt dabei ist der Einsatz von leistungsfähigen Verarbeitungs- und Verpackungstechnologien, um eine höhere Wertschöpfung im Land zu erreichen und die Nahrungsmittelverluste bei Mangos zu reduzieren.

Projekte aus der Industrie auf der interpack

Zusätzlich präsentiert der Innovationparc Packaging über die zwei Kongresstage hinaus, noch für die gesamte Dauer der interpack, Best Practices und aktuelle Projekte aus dem Bereich der Industrie, mit denen sich Nahrungsmittelverluste sowohl in den Erzeugerländern als auch bei Handel und Verbrauchern minimieren lassen. Auch UNEP und FAO zeigten hier umfassende Fallstudien als Basis für konkrete weitergehende Maßnahmen.

Tristam Stuart kocht nicht mehr verkäufliche Nahrungsmittel

Während der zwei Veranstaltungstage machte Tristam Stuart von der Initiative „Feeding the 5000“ anschaulich, wie schmackhaft Nahrungsmittel sein können, die im Handel nicht mehr verkäuflich wären. Mit seinen Gerichten gestaltete er das Catering für die Kongressteilnehmer.

Deklaration unterzeichnet

Zum Ende des zweiten internationalen SAVE FOOD Kongresses unterzeichneten die Referenten eine Deklaration, die eine weitere enge Kooperation zur Erarbeitung innovativer Lösungen festschreibt. Sie wollen damit die Absicht bekunden, einheitliche Strategien zu nutzen und konstruktive Maßnahmen auf betrieblicher, institutioneller und nationaler Ebene zu entwickeln. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf und den Ergebnissen des zweiten internationalen SAVE FOOD Kongresses. Er hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, dass eine breite, bereichs- und länderübergreifende Allianz viel bewegen und bewirken kann. Die Minimierung von Nahrungsmittelverlusten und -Verschwendung und somit auch die Bekämpfung des weltweiten Hungers ist und bleibt das Ziel – der Kongress hat uns alle ein großes Stück auf dem Weg dahin weitergebracht“, erklärt Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH.

(Redaktion)


 


 

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