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Serie Business-Diplomatie / Folge 1

Was ist ein Business-Diplomat und was muss er können? Eine Einführung in die Kunst des sanften Sieges

Wer diplomatisch handelt, stößt niemanden vor den Kopf. Die hohe Kunst der Diplomatie hat eine jahrtausendealte Tradition im politischen Umgang zwischen Völkern und Mächten. Diplomaten wie Kardinal Richelieu und Otto von Bismarck gingen ebenso in die Geschichte ein wie Willy Brandt.

Die Kunst der Diplomatie zeigt sich vor allem in Krisenzeiten. Ohne den diplomatischen Willen, Beziehungen zwischen souveränen Staaten auch in schwierigen Zeiten zu pflegen, hätte es nach dem Zweiten Weltkrieg keine Verhandlungen gegeben. Und ohne diplomatischen Willen wären die Verhandlungen mit Griechenland längst ad acta gelegt.

Diplomaten handeln nach einem Ehrenkodex, der die Wünsche und Absichten beider Seiten zu berücksichtigen sucht. Der achtsame Umgang mit dem Verhandlungspartner gehört zum Einmaleins diplomatischen Verhaltens. Am Ende soll eine Situation entstehen, die für beide Seiten gewinnbringend ist und mit der beide Seiten gut leben können.

Mit diplomatischem Geschick, mit Stil und Etikette verhandeln jedoch nicht nur Staaten − auch auf der Geschäftsebene werden tagtäglich mehr oder weniger erfolgreich die „sanften Klingen“ gekreuzt.

In der Wirtschaft heißen diejenigen, die die Kunst des Vermitteln und Verhandelns in jedem Meeting unter Beweis stellen müssen, Manager. Nimmt man dies einmal wörtlich, wären das die, die etwas „händeln“, also Hand anlegen. Vor allem im digitalen Zeitalter scheint mir dieser Begriff zu kurz gegriffen. Gute Führungskräfte sind mehr: Sie sind Persönlichkeiten und Business-Diplomaten erster Güte. Allerdings nur, wenn sie ihr Handwerkszeug auch beherrschen.

Die vier Merkmale der Business-Diplomatie:

  1. Das richtige Timing entscheidet über den Erfolg. Falsche Zeitpunkte kosten viel Kraft und/oder Geld sowie im schlimmsten Fall Menschenleben.
  2. Die Kommunikation, d. h. der richtige Ton, die richtige Formulierung und der richtige Zeitpunkt, entscheiden darüber, ob das Gesagte beim Gegenüber auf ein offenes Ohr trifft.
  3. Stil, Etikette und Respekt bestimmen das Erscheinungsbild und die Authentizität der Person.
  4. Die Intuition führt automatisch zur richtigen Entscheidung. Die meisten Entscheidungen werden nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus getroffen. Bauchgefühl ist übrigens ein Begriff, den es nur in der deutschen Sprache gibt.

Wie Manager ihre kleinen Gefechte mit Augenmaß statt mit Ellbogenmentalität für sich entscheiden können, das verraten die 24 Geheimnisse erfolgreicher Business-Diplomatie, von A wie Ausdauer bis Z wie Zielfindung.

(Wulf Hinnerk-Vauk)


 


 

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