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Small Talk ist ein wichtiger Schlüssel für Geschäftserfolg

Small Talk – das ist doch nur Geplapper, nichtssagendes Geschwätz. Eine amerikanische Untugend, ohne Tiefgang, völlig überflüssig. Das schlechte Image des Small Talk ist kein Wunder in einem Land, in dem man nur zu gerne mit der Tür ins Haus fällt. Aber nicht nur im Ausland schießen Deutsche mit dieser Direktheit immer wieder haarscharf übers Ziel und über den Geschäftsabschluss hinaus. Auch in Deutschland fährt besser und erfolgreicher, wer fähig zum Smalltalk ist.

Das Wissen um die geschäftsfördernde Wirkung des Small-Talk ist indessen schon ein paar hundert Jahre alt und ur-europäisch. Unter dem Begriff „Konversation“ etablierte sich das gepflegte Gespräch im Frankreich des 17. Jahrhunderts am Hof des Königs. Gleichzeitig wurde das Konzept der „Höflichkeit“ entwickelt. Wer die Regeln nicht kannte oder befolgte, wurde mit gesellschaftlicher Herabstufung bestraft, wer sie beherrschte, war auf gutem Weg nach oben. In diesem Gefolge ist auch einer der bedeutendsten deutschsprachigen Ratgeber aller Zeiten entstanden (schon im 18. Jahrhundert!), in dem es allerdings weniger um Tischsitten ging denn um die Erziehung zum freien Menschen. Autor des Buches „Über den Umgang mit Menschen“ war kein anderer als Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge.

Über Small Talk Beziehung zum Kunden aufbauen

Das Schicksal der Konversationskunst ist bekannt. Sie landete auf dem Müllhaufen der Geschichte, als Relikt einer überlebten Klassengesellschaft – um im Gewand des Small Talk wiederzukehren. Heute ist es unbestritten, dass Verkäufer bessere Aussichten auf einen Abschluss haben, wenn Sie es verstehen, durch Small Talk eine Beziehung zu Ihren Kunden aufzubauen, sie als Gegenüber ernst zu nehmen. So gewinnen sie wichtige „Insights“ des Kunden und können ihn besser bedienen. Ganz ins Zentrum rückt die Kunst der Konversation auf den heute so wichtigen Visitenkartenpartys, Businesstreffen und After-Work-Partys. Wer hier nur schreit: „Ich brauche Aufträge!“ packt seine Sachen besser gleich.

Das Schöne an der geschäftsfördernden Wirkung des Small Talk: sie kostet kein Geld. Wer es versteht, auf andere zuzugehen, sein Gegenüber zu respektieren und auch scheinbar Nebensächliches registriert, hat gute Karten für ein Gespräch, das dann entspannt in die Verhandlungsphase gehen kann. Probieren Sie es aus. Es lohnt sich.

Zum Thema Small-Talk, Konversation und Kommunikation gibt es eine ganze Reihe guter Bücher am Markt. Sie zeigen, wie Sie ein Gespräch beginnen können, welche Themen tabu sind und auch, wie Sie Gespräche höflich beenden und zum geschäftlichen Thema führen.

Eine Auswahl::

  • Stephan Lermer: Small Talk, Nie wieder sprachlos. Haufe Mediengruppe September 2003 - kartoniert - 232 Seiten.
  • Doris Märtin: Smart Talk, Sag es richtig! Campus Verlag GmbH, September 2006 - kartoniert - 224 Seiten.
  • Annette Kessler: Small Talk von A – Z, 150 Fragen und Antworten. Gabal Verlag GmbH März 2007 - gebunden - 164 Seiten.

(Redaktion)


 


 

Small Talk
Elisabeth Bonneau
Matthias Nöllke
Cornelia Topf

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