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Keine zwei Stunden ohne Facebook

Einer aktuellen IDC-Umfrage rufen Smartphone-User mindestens 14 mal pro Tag Facebook für jeweils knapp zweieinhalb Minuten auf. 80 Prozent der Befragten US-Bürger greifen bereits innerhalb der ersten 15 Minuten nach dem Aufwachen zum Smartphone - 62 Prozent warten nicht einmal so lange: sie greifen sofort zum mobilen Alleskönner.

Smartphone-User in den USA rufen Facebook mindestens 14 Mal am Tag für jeweils rund zwei Minuten und 22 Sekunden auf. Die Facebook-App zählt zu der drittbeliebtesten und folgt dem Browser und E-Mail.

Europa ist USA auf den Fersen

"Es gibt eine andere Studie, die belegt hat, dass der Durchschnitts-User sogar 250 Mal am Tag auf sein Handy schaut", ergänzt Social-Media-Experte Daniel Friesenecker. Es gäbe zwar kulturelle Unterschiede zwischen Amerikanern und Europäern, die technischen Grundlagen seien jedoch dieselben.

Somit seien diese Zahlen zur Nutzung der Facebook-App und des Smartphones im Generellen auch in Europa ähnlich.

"In Amerika nutzen die Menschen Facebook zwar noch mehr, aber die Europäer sind auf dem guten Weg, nachzuziehen", sagt er. Laut der Erhebung nutzen aktive User das soziale Medium hauptsächlich abends, kurz vor dem Schlafengehen.

Viele Nutzer non-stop erreichbar

Facebook wird mittlerweile bereits zu jedem Anlass aufgerufen - sei es während der Arbeitszeiten, im Unterricht oder im Kino. "Ich glaube, die Zeit, in der die Plattform nicht genutzt wird, wird sich weitestgehend auf das Schlafen beschränken. Die Unart, ständig auf das Handy zu schauen und erreichbar zu sein, wird noch ein Kommunikationsproblem darstellen", befürchtet Friesenecker.

Vor allem die sogenannten "Power-User" können in gewisser Weise als süchtig bezeichnet werden. Ob Ruhezeiten vonnöten seien, sei eine Frage der Belastung oder Einschränkung der individuellen Produktivität.

"Menschen nutzen soziale Plattformen am Handy häufig zu Ruhezeiten, also wenn sie beispielsweise auf den Bus warten müssen. Das hat einen Mehrwert", führt der Fachmann aus. Diese Zeit können sie nutzen, um sich Informationen zu holen, zu diskutieren oder einfach ihre Kontakte zu pflegen.

Für die Studie wurden rund 7.500 iPhone- und Android-Nutzer in den USA zwischen 18 und 44 Jahren zu ihrem Handy-Verhalten befragt.

(Redaktion)


 


 

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