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DGB-NRW fordert

Kein Komplettausstieg beim Bergbau

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Nordrhein-Westfalen macht weiter Front gegen den geplanten Ausstieg aus der Steinkohleförderung und fordert die Beibehaltung eines Sockelbergbaus.

Zwei oder drei kohlefördernde Zechen im Ruhrgebiet sollten in Betrieb bleiben, sagte der DGB-Landesvorsitzende Guntram Schneider in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf.

«Entscheidend ist nicht der Preis, sondern die Verfügbarkeit von Energie», sagte Schneider. Ein Sockelbergbau sei auch mit Blick auf die «sehr leistungsfähige» Bergbau-Zuliefererindustrie maßgeblich. Diese Branche sei darauf angewiesen, ihre Technologie im heimischen Bergbau weiterzuentwickeln. Nach dem Kohle-Beschluss des Bundes soll 2018 der subventionierte Steinkohleabbau eingestellt werden. Eine Revisionsklausel sieht vor, diesen Beschluss 2012 noch einmal zu überdenken.

Mit Blick auf die Strukturprobleme des Ruhrgebiets und die Krise beim Autobauer Opel regte Schneider an, das Bochumer Opel-Werk zu einer führenden Hightech-Schmiede in der Branche zu machen. «Bochum sollte Zentrum für die Entwicklung von Elektroautos und anderen schadstoffarmen Antriebstechnologien werden.» 

«Wir brauchen insgesamt eine grüne Revolution», fügte der Gewerkschafter hinzu. Für die Entwicklung von Technologien für eine ökologisch vertretbarere Produktionsweise gebe es in der NRW-Wirtschaft beste Voraussetzungen, die genutzt werden müssten. Vor diesem Hintergrund müsse das Land mehr Geld für Forschung, Entwicklung und die Universitäten ausgeben. «Die dichte Forschungslandschaft in NRW ist ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt», sagte Schneider.

(ddp)


 


 

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