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Solaranlagen

TÜV prüft Installationsbetriebe

Auf Basis eines detaillierten Kriterienkatalogs können sich Installationsbetriebe für Photovoltaik-Anlagen vom TÜV Rheinland überprüfen und zertifizieren lassen. Ziel ist, die Qualität und Sicherheit der in Deutschland betriebenen Solar-Anlagen dauerhaft und flächendeckend sicherzustellen.

Modulhersteller von Photovoltaik-Anlagen versprechen heute eine Garantie von zwanzig Jahren oder mehr. Das allein gewährleistet aber keineswegs den störungsfreien Betrieb der gesamten Anlage. Willi Vaaßen vom TÜV: "Beides ist ausschlag- gebend für den siche- ren Betrieb und den Ertrag: die Qualität der ausgewählten Module und Komponenten genauso wie die Qualität der Installation - und zwar der gesamten Anlage." Installationsfachbetriebe mit TÜV-Prüfzeichen müssen sich künftig einmal jährlich erfolgreich Überwachungsaudits unterziehen, wenn sie das Prüfzeichen weiter führen wollen. "Für alle Verbraucher und Investoren wollen wir eine klare Orientierung im Markt schaffen, welche Installationsbe- triebe über Erfahrung, Wissen und Kompetenz zum Bau von Solaranlagen verfügen.“ sagt Vaaßen.

Vermeidbare Risiken

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind in Deutschland rund 1,2 Millionen Photovoltaikanlagen installiert. Viele davon sind kleinere Anlagen auf Hausdächern. Schätzungsweise 10.000 Handwerksbetriebe sind allein in Deutschland in diesem Feld tätig. Doch nach den Erfahrungen von Fachleuten mangelte es in der Vergangenheit immer wieder an der fachgerechten Ausführung, regelmäßigen Wartung und effektiven Überwachung der Anlagen. Mögliche Ausfallrisiken bei Solaranlagen sind nach Einschätzung der Sachverständigen sehr breit gefächert: Dazu zählen beispielsweise die Verwendung von minderwertigen Modulen, Kabeln, Anschlussdosen oder Steckverbindungen. Häufig zu bemängeln sind jedoch auch falsch verlegte Kabel, die auf Dauer durch Witterung oder scharfe Kanten beschädigt werden, minderwertige oder fehlerhafte Befestigungen und Isolationen, vermeidbare Kondensatbildung und Korrosion. Für Laien ist dies alles meist nicht erkennbar. Die Folge: "Es kommt zu Anlagenausfällen, Reklamationen, Einnahmeverlusten oder gar zu Auseinandersetzungen mit dem Installationsbetrieb bei solchen Ausfällen. Und es kommt zu technischen Risiken, die absolut vermeidbar sind", erläutert Vaaßen.

Ausbildungsqualität spielt wichtige Rolle

Kategorien der Überprüfung von Installationsbetrieben für Photovoltaik-Anlagen durch TÜV Rheinland sind unter anderem die allgemeine Kundenberatung, die Qualität der Angebote sowie der Installationsleistung und die eingesetzten Materialien. Die Installationsqualität selbst ist wesentlicher Bestandteil des Audits. Dabei spielt die Ausbildung des Personals eine wichtige Rolle. Das Personal muss neben den allgemeinen Kenntnissen über zusätzliche Qualifikationen für die Installation netzgekoppelter Photovoltaik-Anlagen verfügen und diese beispielsweise durch die erfolgreiche Teilnahme an Schulungen nachweisen. Mindestens zwei installierte Anlagen werden vom TÜV Rheinland ausgewählt, besichtigt und nochmals überprüft. Dabei kontrollieren die unabhängigen Fachleute unter anderem, ob die Installation fachgerecht nach den anerkannten Regeln der Technik durchgeführt worden ist.

(ots)


 


 

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