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Gewürzmanufaktur

Spirit of Spice: Feuerwerk für Genießer

Es ist ein Feuerwerk für die Sinne, die Augen, den Geschmack und wie in 1001 Nacht verzaubern sie den Genießer. Doch Vorsicht! Allein der Geruch macht süchtig! Arabian nights ist eine ungewöhnliche Gewürzmischung, eine von vielen, die Ute Bornholdt in Handarbeit herstellt. Die Unternehmerin hat 2005 mit viel Leidenschaft und einer gehörigen Portion Mut die kleine Gewürzmanufaktur „Spirit of Spice“ in Willich am Niederrhein gegründet.

Gewürze sind die Krönung jeder Speise. Davon ist Ute Bornholdt überzeugt. Die leidenschaftliche Köchin hat sich schon immer mit Heilkräutern und Pflanzen beschäftigt und im Urlaub nach ausgefallenen Kräutern gesucht.

Auf dem deutschen Markt suchte sie jedoch vergebens nach ungewöhnlichen Gewürzmischungen und da kam der Rat von ihrem Mann gerade recht: „Mach doch etwas, was Dir Spaß macht!“, hat Edgar Wolter gesagt, aber mit dem Hobby Geld verdienen? Schien zunächst ausgeschlossen. Ute Bornholdt hatte einen sicheren Job im Vertrieb und trotzdem tauchte irgendwann für sie die Frage auf, ob sie bis zur Rente den Beruf ausüben will.

"Die mutigste Aktion meines Lebens!"

"Die Gründung der Gewürzmanufaktur „Spirit of Spice“ war die mutigste Aktion meines Lebens“, betont die Unternehmerin - und ein Schritt, den sie nie bereut hat. Und doch war es ein Abenteuer. Die Gewürze mischen, testen, Flaschen füllen, etikettieren, mit Verfallsdatum versehen. Das Wohnzimmer des Ehepaares wurde in eine Minimanufaktur umgewandelt und in mühseliger Kleinarbeit verpackten die beiden die Gewürz-mischungen, drehten unzählige Verschlüsse zu, bis die Hände schmerzten.

„Um uns die Arbeit zu erleichtern, hat mein Mann aus einem alten Staubsauger eine Etikettiermaschine entwickelt“, erinnert sich die Geschäftsfrau und schmunzelt: „Das war damals wie in der Steinzeit!“

Kompromisslose Qualität

Ute Bornholdt setze von Anfang an auf hochwertige Produkte und verpflichtete sich zu einer kompromisslosen Qualität. So verwendet Spirit of Spice 100% reine Naturprodukte und verzichtet auf Geschmacksverstärker, Aroma- und Konservierungsstoffe. Chemie lehnt sie rigoros ab. Die Qualität überzeugte gleich zum Start der kleinen Manufaktur die Händler. Auf einer Veranstaltung präsentierten sie „Spirit of Spice“ und mit einem Schlag orderten 20 Händler die Produkte. „Der Erfolg war für uns unfassbar!“, sagt Ute Bornholdt und schon tauchten die nächsten Probleme auf: Wo lassen sich Importeure finden, die geringe Mengen liefern? Als die erste Palette mit 350 Kilo geliefert wurde, war die Unternehmerin noch pessimistisch: „Die Lieferung reicht, um damit die nächste Generation zu versorgen.“ Weit gefehlt. Inzwischen führen bundesweit über 100 Wein-, Delikatessen- und Feinkosthändler die erlesenen Gewürzprodukte.

Kreativität und Freude

Für die Manufaktur hat Ute Bornholdt inzwischen Geschäftsräume angemietet, einen Online-Shop eröffnet und sie plant für den Herbst neue Produkte. „Wir können immer noch nicht davon leben“, sagt sie, „aber wenn wir unsere Kreativität und den Mut behalten, wird es klappen!“ Und so ist jetzt schon sicher, dass auch Edgar Wolter seinen Beruf früher oder später an den Nagel hängt und in die Manufaktur einsteigt. Und dann machen Beide, was ihnen Spaß macht.


(Redaktion)


 


 

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Ute Bornholdt

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