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SPOBIS 2018

Bundesliga bestimmt in Düsseldorf ihren Standort

Auf dem SPOBIS 2018, Europas größtem Sportbusiness-Kongress, gab sich in Düsseldorf das Who is who der deutschen Sportbranche die Klinke in die Hand. Allen voran: Uli Hoeneß. Schwerpunkte der Veranstaltung waren Fragen wie: „Wo steht die Bundesliga im internationalen Vergleich?“ oder „Welche Rolle spielt Digitalisierung bei der Wettbewerbsfähigkeit von Vereinen?“

Selbstbewusst zeigte sich Robert Klein, CEO von Bundesliga International: „In der Bundesliga kommen die meisten Zuschauer und es werden die meisten Tore geschossen.“ Im Ausland wisse man daher, dass Deutschland aus Fan-Sicht die beste Fußballliga habe. Viele englische Fans ziehe es vermehrt in deutsche Stadien, da sie „the real football“ sehen möchten, aber „die Krux ist, dies zu kommunizieren“. Uli Hoeneß legte nach: „Der englische Fußball steht sehr gut da, aber das ist nur eine Momentaufnahme. In ein paar Jahren kann das ganz anders aussehen.“ In der laufenden Saison haben sich die meisten Bundesliga-Teams in den europäischen Wettbewerben wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Bis auf den FC Bayern haben sie allesamt die Qualifikation für die nächste Runde verpasst. In England läuft es nicht nur sportlich, sondern auch finanziell besser. Die Klubs der Premiere League verdienen allein durch internationale Fernseherlöse mit 1,85 Milliarden Euro in dieser Saison dramatisch mehr als ihre deutschen Kollegen mit EUR 220 Mio. Nicht zuletzt deshalb ist gerade mit Pierre-Emerick Aubameyang ein weiterer Bundesliga-Star auf die Insel abgewandert.

Digitalisierung und Social Media sind größte Herausforderungen des Fußballgeschäfts

Luis Vicente aus Portugal brachte jedoch einen entscheidenden Punkt zur Sprache: „Um wirtschaftlich und erfolgreich zu sein, müssen die Klubs und Ligen aufhören gegeneinander zu arbeiten und sich ihrer gemeinsamen Ziele besinnen.“ Als Marketingberater blickt Vicente auf 23 Jahre Erfahrung im Sportgeschäft zurück. In dieser Zeit arbeitete er mit großen Spielern und Vereinen wie Luis Figo, Ronaldo, Manchester City und Real Madrid zusammen. Die Digitalisierung und ein innovativer Umgang mit Social Media Plattformen seien die größte Herausforderungen, der sich das moderne Fußballgeschäft zu stellen habe. Der FC Bayern ist dort, zumindest was das Sponsoring angeht, auf einem guten Weg. Laut Mediendirektor Stefan Mennerich bezieht der Branchenprimus schon jetzt 40 Prozent seiner Sponsoring-Erlöse über digitale Plattformen.

Die Veranstalter des SPOBIS setzen vermehrt auf internationale Programmpunkte. Über 10 Prozent der Speaker präsentierten auf Englisch und auch die Besucherzahlen aus dem Ausland nehmen zu. Das wird sicherlich auch den Vertretern und Vermarktern von Bundesliga International gefallen.

(Titus Lambertz)


 


 

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