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Leihfahrrad für fünf Euro pro Tag

Stadt Düsseldorf unterstützt Fahrradmietsystem

Ein Mietfahrradsystem gibt es ab sofort in Düsseldorf. Zum Auftakt stehen bis Ende Juli 300 Räder bereit. Damit hat die Landeshauptstadt einen weiteren Baustein zur Radverkehrsförderung verwirklicht. Beigeordneter Werner Leonhardt, der Geschäftsführer der Firma nextbike Ralf Kalupner und der Prokurist der Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH, Armin Weiß, gaben am Montag, 21. Juli, den Startschuss für das Projekt, zu dem die Stadt eine Anschubfinanzierung in Höhe von 98.000 Euro beisteuert.

Ab sofort gibt es damit für alle, die in Düsseldorf über kein eigenes Fahrrad verfügen, eine Alternative: Mit einem Leihrad können zum Beispiel die rund 300.000 täglichen Pendler, die pro Tag nach Düsseldorf kommen, die Stadt mit dem Fahrrad erkunden. Die Stadt stellt zusammen mit der Firma nextbike und der Zukunftswerkstatt die Leihfahrräder im erweiterten Innenstadtbereich zur Verfügung. Zusätzliche 100 Fahrräder sollen noch bis April 2009 folgen.

Flexibles Verleihsystem

"Um eine hohe Nutzerfreundlichkeit zu gewährleisten, hat sich Düsseldorf bewusst für ein flexibles Verleihsystem entschieden", so Verkehrsdezernent Werner Leonhardt. Die Fahrräder der Firma nextbike können innerhalb eines definierten Gebietes in der Innenstadt, Oberkassel und an der Uni ausgeliehen und dort auch wieder abgestellt werden. Bei aller Flexibilität sind jedoch an 25 interessanten, besonders frequentierten Anlaufstellen – wie beispielsweise am Burgplatz, Hauptbahnhof oder der Königsallee – auch eine größere Anzahl von Fahrrädern vorhanden. Diese können nach Benutzung ebenfalls an beliebigen Stellen in der Innenstadt abgestellt werden. Ein Mitarbeiter der Zukunftswerkstatt sorgt dann bei Bedarf für den Rücktransport zur jeweiligen Anlaufstelle.

Zu den besonderen Anlaufstellen gehören Burgplatz, Königsallee/Steinstraße, Hauptbahnhof, Apollo-Theater/Landtag, Medienhafen/Multiplexkino, Prinzenallee, Belsenplatz, Luegplatz, DJH Jugendherberge, Georg-Schulhoff-Platz, Jürgensplatz, Talstraße/ Fürstenwall, Karolingerplatz, Oberbilker Markt, Hermannplatz, Grafenberger Allee/Uhlandstraße, Goethe-Museum, Zoo S/Rethelstraße, Nordstraße, Spichernplatz, ARAG-Platz, Volksgarten S, Technisches Rathaus, Heinrich-Heine-Platz und Universität.

Registrierung im Internet

Grundsätzlich müssen sich alle Nutzer der Räder einmalig im System registrieren. Das geht vorweg über das Internet unter www.nextbike.de oder über die Informations- und Buchungs-Hotline 030/69205046. Abgefragt werden Name, Adresse, Handy-Nummer sowie Kreditkarten- oder Kontonummer. Das Fahrrad wird vor Ort telefonisch gebucht. Man gibt die Nummer des Rades durch, das man ausleihen möchte, und erfährt den aktuellen Code für das Zahlenschloss. Dort, wo das Fahrrad abgestellt wird, erfolgt auch die telefonische Abmeldung irgendwo innerhalb des Verleih-Gebietes. Über die Abmeldung gibt der Nutzer auch den aktuellen Standort seines Leihrades bekannt, damit der nächste Nutzer entsprechend informiert werden kann. Die Leihgebühr beträgt ein Euro pro Stunde und fünf Euro für den ganzen Tag.

Die nextbike-Fahrräder sind zusätzlich durch das Stadtlogo gekennzeichnet. Betreiber des Verleihsystems einschließlich Vermarktung der Werbeflächen ist die Firma nextbike, die seit April schon 30 Räder in der Stadt platziert hat. Auch in Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Dresden, Nürnberg und anderen Städten gibt es den nextbike-Fahrradverleih. Wartung, Reparatur und Logistik der Räder übernimmt die Zukunftswerkstatt Düsseldorf, die extra dafür eine neue Stelle geschaffen hat.

Gut geeignet für kürzere Strecken

Nach den Worten von Beigeordneten Werner Leonhardt ist die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein Westfalen ein weiterer Ansporn dafür, die Verhältnisse für den Radverkehr in Düsseldorf konsequent und nachhaltig zu verbessern. "Wir investieren weiter in die Infrastruktur", so der Beigeordnete. Wie in vielen anderen deutschen und europäischen Großstädten ist die Einführung eines Fahrradmietsystems auch in Düsseldorf ein weiterer Schritt in Richtung fahrradfreundliches Klima in der Stadt. Gerade kürzere Strecken können schneller mit dem Rad zurückgelegt werden und die lästige Parkplatzsuche entfällt auch.

Zukünftig werden sich Anzahl und Standorte der Fahrräder in der Stadt an der Nachfrage orientieren. Eventuell könnten Standorte auch außerhalb des jetzt gültigen Geltungsbereichs liegen. Zum Erfolg des gesamten Systems wird maßgeblich auch die Vermarktung der auf dem Fahrrad montierten Werbeflächen beitragen.

(Redaktion)


 


 

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Beigeordneten Werner Leonhardt

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