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Weltweit 4200 Arbeitspläze weniger

Siemens baut in Deutschland 2000 Stellen ab

Der Münchner Technologiekonzern Siemens baut im Zuge der Ausgliederung seiner IT-Sparte Solutions and Services (SIS) wie erwartet 2000 Stellen in Deutschland ab.

Mit den Arbeitnehmervertretern sei ein Interessenausgleich vereinbart worden, teilte Siemens am Mittwoch mit. Dem müsse der Siemens-Gesamtbetriebsrat noch zustimmen. 

Der Interessenausgleich soll laut Siemens unter anderem Angebote zur freiwilligen Beendigung von Arbeitsverhältnissen über Altersteilzeit bis hin zu Aufhebungsverträgen umfassen. Darüber hinaus seien Weiterbildungsmaßnahmen sowie interne Versetzungen geplant. Zudem solle für betroffene Mitarbeiter eine Siemens-interne Transfergesellschaft gegründet werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, hieß es weiter.

Kündigungsschutz vereinbart

Für die Mitarbeiter, die in die neue, eigenständige SIS übergehen, solle ein dreijähriger Kündigungsschutz vereinbart werden. Dieser gelte nicht für Mitarbeiter, die dem Betriebsübergang in die neue Gesellschaft widersprechen.

Die IT-Sparte beschäftigte nach Siemens-Angaben zum Ende des Geschäftsjahres 2009 weltweit rund 35 000 Mitarbeiter, davon knapp 10 000 in Deutschland.

Die Anpassungen sind laut Siemens notwendig, nachdem der SIS-Umsatz im Geschäftsjahr 2009 mit 4,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent eingebrochen war sowie aufgrund der Neuausrichtung des IT-Dienstleisters. Allein im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010 habe SIS bei einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro einen Verlust von 81 Millionen Euro ausgewiesen. 

Weltweit 4200 Stellen streichen

Im März hatte der Technologiekonzern angekündigt, bei SIS weltweit 4200 Stellen zu streichen und die Sparte auszugliedern, um sie fit für die Partnerschaft mit einem Wettbewerber oder gar für einen Börsengang zu machen. Ursprünglich wollte der DAX-Konzern zum 1. Juli die rechtliche Verselbstständigung der Sparte erreichen. Diese Frist musste das Management bereits verstreichen lassen.

Die IG Metall hat sich bisher vehement gegen die Ausgliederung gewehrt.

(ddp)


 


 

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