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Steueraffäre

Steuergewerkschaft fordert 1000 neue Stellen in der Finanzverwaltung

In der Affäre um milliardenschwere Steuerhinterziehungen über das Fürstentum Liechtenstein hat die Deutsche Steuergewerkschaft die Landesregierung aufgefordert, rund 1000 neue Stellen in der Finanzverwaltung zu schaffen.

«Die aktuelle Steueraffäre zeigt auch, dass wir zu wenig Mitarbeiter in den Finanzämtern haben», sagte der Landesvorsitzende der Steuergewerkschaft, Hans-Werner Kaldenhoff, in Düsseldorf der Nachrichtenagentur ddp. Die schwarz-gelbe Koalition habe es möglichen Steuersündern mit dem Personalabbau in der Landesverwaltung einfach gemacht. «Die Personalentwicklung ist katastrophal», sagte Kaldenhoff.

Allein zum 1. Januar 2008 sind nach Angaben des Gewerkschafters 931 Stellen in der NRW-Steuerverwaltung abgebaut worden. «Wir haben zu wenig Finanzbeamte, Betriebsprüfer und Steuerfahnder», sagte Kaldenhoff. Die Behörden seien mittlerweile auf anonyme Anzeigen und bezahlte Informanten angewiesen, um Steuerhinterzieher zu überführen. «Besser wäre es, mit mehr Beamten mehr Betriebsprüfungen und sonstige Kontrollen zu gewährleisten», sagte Kaldenhoff.

Nach Angaben der Steuergewerkschaft kostet ein Betriebsprüfer den Staat inklusive aller Neben- und Bürokosten rund 80 000 bis 100 000 Euro pro Jahr. «Jeder Prüfer bringt aber das Zehnfache wieder herein durch seine Arbeit», sagte Kaldenhoff. Neben mehr Personal sei auch eine Verschärfung des Steuerstrafrechts nötig.

(Redaktion)


 


 

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