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Saage Treppenbau

Stufe für Stufe nach oben

Detlev Saage überwindet jedes Hindernis und bahnt sich den Weg nach oben. Mit einem Stufenplan hat sich der Schlossermeister an die Spitze der deutschen Treppenbauer katapultiert. „Wir machen’s einfach“, lautet das Credo des Unternehmens und er füllt den Slogan mit Inhalten. Bei Saage liegen Ideen nicht nur in der Schublade, sondern werden umgesetzt.

Für den Unternehmer Detlev Saage sind Treppen mehr als nur ein architektonischer Blickfang. „Ich bin ein Treppenfreak“, gesteht er schmunzelnd. Wenn der Firmenchef unterwegs ist, begutachtet er Treppen, denkt über neue technische Möglichkeiten nach, spürt Trends auf und interessiert sich für Design. „Um ganz vorne mitzumischen und noch besser zu werden, muss man sich von Althergebrachtem trennen und innovative Ideen realisieren“, sagt er.

Vom Schlosser zum Unternehmer
Als er 1988 die Schlosserei vom seinem Vater übernahm, schlummerte die Niederrheiner Firma Saage im Dornröschenschlaf. Früher wurden hier Landmaschinen repariert und Pferdehufe geschmiedet. Der Schlossermeister hat die Firma in den letzten Jahren umgekrempelt. Die 3000 Quadratmeter große Produktionshalle steht für die Erneuerung nach außen. Um Saage Treppen auf dem Markt zu positionieren, musste er aber vor allem innerbetriebliche Abläufe anders gestalten, neue Zielgruppen ansprechen und die Qualität verbessern. Heute beschäftigt er 60 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als sieben Millionen Euro.

Konkurrenz ins Boot geholt

Wie bei anderen Firmen, waren auch seine Produkte früher beliebig und austauschbar. Zu viele Metallbauer konkurrieren und bieten Treppenbau an - in dem heiß umkämpften Markt entscheidet letztlich der Preis. 95 Prozent seiner damaligen Kunden setzten sich aus Privatleuten und Architekten zusammen – inzwischen sind es nur noch 5 Prozent. Der Rest sind Metallbauer. Seine geniale Idee, auf eine einfache Formel gebracht: „Wenn ich anderen Schlossern helfe, helfe ich mir.“ Detlev Saage holte die Mitbewerber ins Boot. Die win-win Strategie hat sich für ausgezahlt: Heute profitieren mehr als 3000 Metallbauer von seinem Know-how, haben dadurch ihre Angebotspalette erweitert und über Mund-zu-Mundpropaganda gewinnt die Saage Treppen GmbH ständig neue Kunden dazu. Hat er zuweilen Angst vor der Konkurrenz? „Nein, unsere Türen sind für alle offen. Jeder kann sehen, wie wir arbeiten, es gibt es keine Betriebsgeheimnisse.“

Das Web und PR nutzen

Dass heute kein Betrieb an PR und einem Webauftritt vorbeikommt, hat Detlev Saage frühzeitig erkannt. Neue Projekte und Fotos werden direkt online gesetzt, er bietet Formulare zum Download an und die Kunden werden über einen Newsletter informiert. „Handwerker müssen endlich die Chancen erkennen, die dieses Medium bietet“, sagt Detlev Saage energisch. „Etwa 40 Prozent der Neukunden finden uns über das Internet.“
Die Besucherfrequenz hat sich in den letzten Monaten um das Zehnfache erhöht. Hinter dem Anstieg steckt Presse-und Öffentlichkeitsarbeit und ein spektakuläres Projekt. Der Metallbau Spezialist hat im Auftrag des italienischen Künstlers Luciano Fabro die Herforder Kugel produziert. Das Gesamtkunstwerk besteht aus hochglanzpolierten Edelstahl und ist als Hommage für den Dichter Rainer Maria Rilke gedacht. „Die Kugel war bislang unser interessanteste Projekt“, gesteht der Firmenchef stolz. Die Medien haben berichtet - gute PR für ihn. „Dass der Mailänder Künstler unsere Arbeit besonders lobte, geht runter wie Olivenöl.“

Die guten Ideen der Mitarbeiter

Um Innovationen voranzutreiben,setzt Detlev Saage auf die Potentiale seiner Mitarbeiter. „Die haben immer die besseren Ideen, als ich. Man muss die Kreativität einfach nur fördern!" So wurde jetzt zum Beispiel im Team eine neue Fräßanlage entwickelt. Der große Vorteil: Die Mitarbeiter wissen anschließend genau, wie die Maschine zu bedienen ist. Bei Saage entstehen neue Ideen oft bei beim Gläschen Bier in der Kneipe. Hier tauscht man sich gemeinsam aus, sucht nach neuen Ansätzen und Lösungen.

Soziale Verantwortung

Natürlich hat Geschäftsführer Saage auch daran gedacht, seine Firma in den Ostblock zu verlagern. Auch wenn er Lohnkosten gespart hätte, erschien ihm das das Risiko zu hoch. Hauptsächlich befürchtete er eine starke Qualitätsminderung seiner Produkte und damit den Verlust vieler Stammkunden. „Ich habe als Unternehmer eine soziale Verantwortung“, betont er. Selbst, als Saage Treppen vor einigen Jahren in die Krise schlidderte, wurde keiner entlassen, sondern das Problem angepackt, offen besprochen und gemeinsam mit den Mitarbeitern gelöst.

Große Ziele

Für die nächsten Jahre hat sich der Unternehmer viel vorgenommen. Sein vorrangiges Ziel sieht er darin, von den Banken unabhängig zu agieren und die Firma durch eine gesunde Eigenkapitaldecke auf eine solide Basis zu stellen. Durch neue Technologien will Detlev Saage verstärkt die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden befriedigen und dadurch den Marktanteil ausbauen. Schon jetzt hat er Kontakte nach China und nach Südafrika aufgebaut.

(Redaktion)


 


 

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