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Tarifkonflikt

Tausende Stahlarbeiter legen Arbeit nieder

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben am Montag erneut mehr als 7000 Beschäftigte ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt. Allein in Bochum seien rund 3000 Stahlarbeiter von sieben Unternehmen in einen mehrstündigen Warnstreik getreten, teilte die IG Metall in Düsseldorf mit. Die Produktion sei dadurch in mehreren Teilen der Betriebe vollständig lahmgelegt worden. Bereits am vergangenen Donnerstag waren 9000 Beschäftigte der Branche zeitweise in den Ausstand getreten.

Ein weiterer Streikschwerpunkt lag am Montag nach Angaben der IG Metall in Bremen. Dort ließen über 1500 Stahlarbeiter ihre Arbeit vorübergehend ruhen. Zu weiteren Warnstreiks kam es unter anderem in Witten und Remscheid. Im Dortmunder ThyssenKrupp Stahlwerk bereiten sich rund 400 Beschäftigte auf ein mögliches Scheitern der Tarifverhandlungen vor. Sie führten symbolisch eine «Urabstimmungsprobe» durch. Die Mehrheit für einen Streik sei dabei «überwältigend» gewesen, hieß es seitens der IG Metall.

Auch für Dienstag (19. Februar) kündigte die Gewerkschaft Warnstreiks an. Dann solle die Arbeit in Mülheimer und Dortmunder Stahlbetrieben ruhen. Zur vierten Verhandlungsrunde am Dienstagnachmittag in Ratingen sei zudem eine Kundgebung vor dem Verhandlungshotel geplant. Dadurch will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen.

In der dritten Gesprächsrunde am vergangenen Dienstag hatten die Arbeitgebervertreter erstmals ein Angebot vorgelegt, in dem sie Einkommenserhöhungen um 3,5 Prozent bei einer Tarifvertragslaufzeit von 16 Monaten vorschlugen. Die IG Metall hingegen fordert acht Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine höhere Ausbildungsvergütung und kürzere Arbeitszeiten für ältere Beschäftigte. Außerdem soll der Tarifvertrag nach ihrem Willen nur zwölf Monate gültig sein.

Sollte auch die vierte Verhandlungsrunde scheitern, droht eine Eskalation im Tarifstreit. Die IG Metall kündigte für den Fall bereits Urabstimmungen und eine Ausweitung der Streiks an.

(Redaktion)


 


 

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