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Charité-Studie

Spambots treiben Twitter-User in den Wahnsinn

Eine Studie der Berliner Charité schildert, dass übermäßiges Twittern zu Wahnvorstellungen führen kann. Dies belegt der Fall einer 31-Jährigen, die nach etwa einem Jahr in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde. Die intensive Twitter-Nutzung verursachte Suizidgedanken, Wahnvorstellungen und innerliche Unruhe.

Laut Ärzten sind es hauptsächlich sogenannte Spambots, die User in Psychosen treiben können. Hinter Spambots verstecken sich keine realen Personen. Sie können so programmiert werden, dass Meldungen im Sekundentakt verschickt werden. Insbesondere Twitter ist für diese Bots anfällig, da eine klare Struktur der Plattform nur relational simple Programmierkenntnisse voraussetzt. Ein Dauerbeschuss mit Meldungen stellt eine potenzielle Gefahr für die Psyche dar, bleibt aber eher ein seltenes Phänomen. Im Fall der 31-Jährigen sah diese versteckte Botschaften in "Tweets" von prominenten Personen und glaubte diesen zwanghaft Folge leisten zu müssen.

Doch soziale Netzwerke haben nicht nur negative Folgen. Die Beeinflussung durch Medien ist in der Gesellschaft verankert und stellt für User ohne auffälliges Web-Verhalten keine große Gefahr dar. "Über soziale Netzwerke besteht ein direkter Kontakt zu den Stars, diese Form ist aber nicht neu. Früher fand die Beeinflussung durch traditionelle Medien wie die Bravo statt, heute zum Beispiel über das Facebook-Profil", so Marketing-Experte Hubertus Porschen. Die University of Louisville hat in einer Studie über Social Media herausgefunden, dass psychisch erkrankte Patienten nun die Möglichkeit haben, sich mit anderen Betroffenen über große Distanzen hinweg auszutauschen. Zudem geht die University of Missouri davon aus, mit der Beobachtung und Analyse des Online-Verhaltens die mentale Gesundheit genauer definieren zu können. Es wurde nachgewiesen, dass eine gemäßigte Webaktivität nicht nur den Stresspegel senken sondern darüber hinaus positive Auswirkungen auf den Puls haben kann.

(Redaktion)


 


 

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