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U-Bahn-Bau

In Düsseldorf macht sich die Kunst unterirdisch breit

In der Kunststadt Düsseldorf gewinnt das Kreative auch unter der Erde mehr und mehr an Boden. Sechs neue Bahnhöfe, die im Zug der Wehrhahn-Linie entstehen, werden als individuelle Baukunstwerke gestaltet. Jeder U-Bahnhof trägt die Handschrift eines anderen Düsseldorfer Künstlers.

Im nächsten Jahr soll die neue Düsseldorfer U-Bahn-Strecke in Betrieb gehen. Seit mehr als zwölf Jahren wird an der Wehrhahn-Linie geplant und gearbeitet. Bemerkenswert dabei sei das von der Stadt initiierte Zusammenspiel von Ingenieuren, Architekten und Künstlern, meint Dieter Schmoll, Vorsitzender des Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf (AIV).

Auf Einladung des AIV haben jetzt erstmals Architekten und Künstler – gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsmanagement – die kreative Gestaltung der einzelnen Bahnhöfe der Öffentlichkeit vorgestellt. Für jeden der Bahnhöfe (Kirchplatz / Graf-Adolf-Platz / Benrather Straße / Heinrich-Heine-Allee / Schadowstraße / Pempelforter Straße) wurde unter Mitarbeit des Kulturamts ein Künstler als Gestalter ausgewählt, der einen deutlichen Düsseldorf-Hintergrund hat. Alle Künstler haben an der Kunstakademie studiert, die meisten sind auch in Düsseldorf tätig.

Als verbindendes Element der U-Bahn-Strecke haben die „Netzwerkarchitekten“ (Darmstadt), 2002 Sieger bei der Ausschreibung für die Gestaltung der Linie, das „Kontinuum“ gewählt. Die sechs Bahnhöfe sollten nicht wie Perlen an einer Kette aufgereiht werden. Vielmehr nehmen sie einerseits Merkmale der bautechnischen Vorgaben auf und verknüpfen gestalterisch mit der oberirdischen Stadt- und Soziallandschaft; andererseits entstehen höchst individuelle Verkehrsbauwerke, die weit über ihr reines Zweckdasein hinausreichen.

Dieter Schmoll: „Uns hat insbesondere beeindruckt, wie es gelungen ist, die unterschiedlichen Erfordernisse, Sicht- und Vorgehensweisen von Ingenieuren, Architekten und Künstlern zusammenzufügen und während des langjährigen Planungs- und Umsetzungsprozesses der Wehrhahn-Linie kontinuierlich anzupassen und fortzuentwickeln. Wir sind überzeugt, dass hiermit in Düsseldorf ein >Gesamtkunstwerk< entsteht, das den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs Freude machen wird und darüber hinaus weltweite Beachtung finden wird.“

(Redaktion)


 


 

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