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Erstes Fazit Rauchverbot

Umsatzsteigerungen bleiben wie erwartet aus

Nach einer jüngsten Umfrage des DEHOGA Nordrhein-Westfalen (Hotel- und Gaststättenverband in NRW) in gastronomischen Betrieben an Rhein und Ruhr, an der sich 590 Betriebe (367 M=Mehrraum-, 223 E=Einraumbetriebe) beteiligten, sind Umsatzzuwächse einen Monat nach Inkrafttreten des Rauchverbots in der Gastronomie wie erwartet ausgeblieben.

Lediglich 5,77 Prozent (4,9 % M, 7,1% E) konnten höhere Umsätze verzeichnen. 58,1 Prozent der Unternehmer (64,3 % M, 48 % E) gaben an, in den ersten Wochen gleich bleibende Umsätze getätigt zu haben. Allerdings klagten hohe 36,1 Prozent (30,8 % M, 44,9 % E) über Umsatzeinbußen von bis zu einem Drittel. „Wir sind von Anfang an nicht davon ausgegangen, dass uns das Rauchverbot neue Gäste in hoher Zahl bescheren würde“, sagt Olaf Offers, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen. „Heilfroh können unsere Einraumbetriebe, gerade die Kneipen, allerdings sein, dass ihnen das Bundesverfassungsgericht mit den Raucherkneipen eine überlebensnotwendige Ausnahmeregelung an die Hand gegeben hat. Sonst würden die Umsatzausfälle noch schlimmer ausfallen.“

Nichtraucherschutzregelung mit Augenmaß

Die Umfrage zeigt, dass Mehrraumbetriebe das Rauchverbot grundsätzlich besser verkraften als Einraumbetriebe. „Das Gesundheitsministerium NRW hat mit seinen Runderlass schnell reagiert und damit eine Nichtraucherschutzregelung mit Augenmaß geschaffen. Die unterschiedlichen Interessen von Nichtrauchern, Rauchern und Unternehmern werden jetzt angemessen berücksichtigt. Besonders zu begrüßen ist, dass dem Jugendschutz oberste Priorität beigemessen wird. Ein generelles Rauchverbot ist nicht von Nöten, denn das würde das Ende unserer Kneipenkultur zwischen Rhein und Weser bedeuten“, so Olaf Offers, Präsident des DEHOGA NRW. Glücklicherweise meldeten lediglich 5,3 Prozent der Gastronomen Auseinandersetzungen mit Anwohnern. „Die Rechnung ist einfach: Je weniger wir unsere Gäste vor die Tür schicken müssen, desto weniger Probleme haben wir mit Anwohnern, Zechprellern und letzten Endes mit den Umsätzen“, hält Olaf Offers fest. Die ersten Reaktionen der Gäste bewerteten die Gastronomen überwiegend positiv. 63,2 Prozent (66,9% M, 56,8 % E) gaben an, dass die Gäste sich (sehr) zufrieden mit der Umsetzung des Rauchverbots gezeigt hätten. „In ein paar Monaten wird sich vieles eingespielt haben. Man wird sich an die Raucherkneipen gewöhnt haben, genauso wie die Aufteilung von Gaststätten in Raucher- und Nichtraucherbereiche. Wir setzen weiter darauf, allen Gästen passende Angebote machen zu können, auch wenn das nicht in jedem Betrieb klappen kann“, gibt sich Olaf Offers zuversichtlich.

(Redaktion)


 


 

Olaf Offers
DEHOGA NRW.

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