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Umstrittene Taxi-App

Uber jetzt auch in Düsseldorf

Der umstrittene „Rideshraring“-Dienst Uber ist jetzt auch Düsseldorf vertreten. Wie das Unternehmen mitteilt, können die Düsseldorfer ab heute mit der App „uberPOP“ den Taxi-Konkurrenten nutzen.

Bisher ist das Unternehmen aus San Francisco, über dessen App Privatpersonen ihre Fahrdienste in ihren Privatfahrzeugen anbieten, in München, Berlin, Frankfurt und Hamburg vertreten. Hamburg hatte den Dienst erst vor wenigen Tagen verboten. Die Begründung war, dass man in Deutschland einen Personenbeförderungsschein benötigt, wenn man gegen Geld Personen befördern will. Und den besitzen die Uber-Fahrer in aller Regel nicht. Den Fahrern drohte die Stadt Hamburg Bußgelder bis zu 1.000 Euro an, wenn sie trotzdem Personen befördern. Das Hamburger Verwaltungsgericht hob die Unterlassungsverfügung allerdings kurz darauf bis zu einer endgültigen richterlichen Entscheidung wieder auf, so dass Uber auch in Hamburg weitermachen kann.

Ungeliebte Taxi-Konkurrenz

Protestfahren und Streiks von Taxifahrern gegen die ungeliebte Konkurrenz gab es schon in Städten wie Berlin, Paris, London und Mailand. Uber hingegen hält die Regularien der Personenbeförderung für überholt und expandiert, ohne vorher rechtliche Grundlagen zu schaffen. Um Probleme mit Behörden kümmert man sich offensichtlich erst, wenn sie nicht mehr zu ignorieren sind. Für Investoren ist Uber aber offenbar höchst interessant, erst vor wenigen Wochen hat man noch eine ordentliche Kapitalspritze von mehr als einer Milliarde Dollar eingesammelt. Uber wird mit einem Firmenwert von fast 20 Milliarden Dollar taxiert.

Ungeklärte rechtliche Aspekte

Fabien Nestmann, General Manager bei Uber, sieht den Markteintritt in Düsseldorf so: „Wir freuen uns sehr, mit uberPOP auch in Düsseldorf starten zu können. Neue Technologien machen es uns möglich, die Zukunft unserer Städte und unserer Mobilität völlig neu zu überdenken. Uber entwickelt eine Alternative, wie sich die Welt bewegt und wird weltweit millionenfach begrüßt. UberPOP ist Teil der Revolution der urbanen Mobilität, die uns dabei hilft, die Smarten Städte noch intelligenter zu gestalten. In der Stadt von morgen wird schon sehr bald weniger um den Besitz eines Autos gehen, sondern viel mehr um neue Möglichkeiten des Ride- und Car-Sharings. Die Technologie der Uber-App bietet den Menschen in Düsseldorf eine weitere Alternative, um sicher, zuverlässig und effizient an ihr Ziel zu kommen.“

Kritiker sagen hingegen, dass keineswegs an fortschrittlicher Personenbeförderung interessiert ist, sondern schlicht Kasse machen will, ohne sich mit einer eigenen Fahrzeugflotte und allen einhergehenden Belastungen wie Wartung, Steuern, Versicherungen u.ä. zu belasten. Viele rechtliche Fragen sind nicht einmal ansatzweise geklärt, so zum Beispiel bei Unfällen der Uber-Fahrer, bei denen Fahrgäste Schaden nehmen.

(Redaktion)


 


 

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