Weitere Artikel
Unbesetzte Ausbildungsstellen

Düsseldorfer Baubranche gehen die Azubis aus

Auch in der Baubranche greift der Nachwuchs- und Fachkräftemangel immer weiter um sich. Laut der IG Bau sind zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres viele Baufirmen in Düsseldorf vergeblich auf der Suche nach Azubis.

Im Juli blieben 63 Prozent aller Ausbildungsstellen auf dem Bau unbesetzt. Von 30 ausgeschriebenen Plätzen in der Stadt waren noch 19 zu vergeben. Bereits im vergangenen Jahr waren zum selben Zeitpunkt 30 Prozent aller Ausbildungsplätze im Bauhauptgewerbe unbesetzt. Uwe Orlob von der IG Bau Düsseldorf spricht von einem „Alarmsignal“. Wenn es den Firmen nicht gelinge, Schulabgänger für die dringend gebrauchte Arbeit als Maurer, Straßenbauer oder Baugeräteführer zu finden, dann gerate das Fundament der ganzen Branche ins Wanken. „Aber nur wenn die Arbeitsbedingungen auf Baustellen attraktiver werden, lässt sich das Nachwuchs-Problem lösen“, ist der Gewerkschafter überzeugt.

In der laufenden Tarifrunde fordert die IG Bau deshalb ein monatliches Einkommensplus von 100 Euro für alle Azubis. Außerdem soll die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden, um die Arbeit attraktiv zu halten – auch gegenüber anderen Branchen, in denen weit weniger gependelt wird. „Wer sich bei der Berufswahl für den Bau entscheidet, der muss auch Familie, Freizeit und Arbeit unter einen Hut bringen können. Aber das klappt für die meisten Berufseinsteiger nur sehr selten“, so Orlob. Diese Unzufriedenheit spiegele sich auch in einer hohen Abbrecherquote wider. Laut aktuellem Ausbildungs- und Fachkräftereport der Sozialkassen des Baugewerbes bringt jeder dritte Azubi die Ausbildung nicht zu Ende.

(Redaktion)


 


 

IG Bau
Fachkräftemangel Bau
Unbesetzte Ausbildungsstellen
Baubranche
Uwe Orlob

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "IG Bau" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: