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  • 14.10.2014, 14:09 Uhr
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Verfälschte Einschaltquoten

TV im Strukturwandel

Die zunehmende Nutzung von mobilen Geräten verfälscht die Einschaltquoten für das Primetime-TV erheblich. Die Marktforscher von Nielsen haben herausgefunden, dass sinkende Einschaltquoten nicht das Ende des Mediums TV bedeuten, da diese noch traditionell gemessen werden.

Messungen im diesjährigen Herbst haben ergeben, dass die TV-Einschaltquoten zur Primetime deutlich gesunken sind. Laut Nielsen-Präsident Steve Hasker liegt dieses nicht etwa an einem schlechten Angebot, sondern daran, dass die Zuschauer immer weniger über ihre TV-Geräte auf die Sender zugreifen - und das lieber auf flexiblerem Weg mittels Mobilgeräten. Wegen dieser grundlegenden Veränderung des Fernsehmarktes musste Nielsen seine Auswertungsmethoden für Einschaltquoten neu durchdenken und ändern. Immer seltener werden Shows am Fernsehgerät gesehen. Schuld an dieser Veränderung hat unter anderem die im TV festgelegte Zeitvorschrift, die Zuschauer mittlerweile nicht mehr gerne hinnehmen wollen, sondern lieber für sich selbst entscheiden, wann sie etwas sehen möchten.

Bessere Messmethoden

Mit dem rasant wachsenden Angebot von Internetplayern der Sender ist der Medienkonsument überwiegend selbst Herr über Play- und Stopfunktion. Pausen sind immer möglich. Außerdem sind Werbeanzeigen oft unauffälliger gestaltet als in Realtime am Fernseher. In vielen Haushalten gibt es mittlerweile nicht einmal mehr einen klassischen TV-Apparat. Seit diesem Jahr führt Nielsen seine Messungen für Einschaltquoten auch an anderen Endgeräten durch. Das Unternehmen will in Zukunft noch stärker mit der TV-Industrie kooperieren, um genauer festzustellen, welche Messergebnisse zu den traditionellen Einschaltquoten zählen dürfen. Diese Auskünfte bleiben nämlich eine wichtige Informationen über die Interessenlage der Zuschauer und entscheiden darüber hinaus über das Programm. "Mit den digitalen Medien findet die Erfolgsgeschichte TV nicht ihr Ende, sondern eine logische Fortsetzung: Denn Bewegtbild-Werbeflächen im Internet und mobil sind ebenso begehrt wie im TV. Videos zählen zu den beliebtesten Medieninhalten im Internet. Wir konzentrieren uns daher auf professionelle Inhalte auf allen Kanälen. Denn auch online und mobil sind vor allem professionelle und qualitativ hochwertige Inhalte gefragt", erklärt dazu Gerald Neumüller, Direktor von Research SeveOne Media.

(pressetext.com)


 


 

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