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Wachstumsmotor

Der Mobilfunkmarkt im Wandel

Der Mobilfunkmarkt gehört zu den größten Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft. Jährlich erwirtschaftet er Gewinne in Milliardenhöhe. Entsprechend hart ist der Markt umkämpft. Immer mehr Anbieter versuchen, die Nutzer von ihren Tarifen zu überzeugen. Ein neuer Trend geht dabei weg von den Kampfpreisen der vergangenen Jahre hin zu Premium-Marken mit besonderen Funktionen.

Marktentwicklung Anfang 2016

Die deutsche Mobilfunklandschaft wird seit vielen Jahren von drei großen Netzprovidern dominiert. Vodafone (D2), der Deutschen Telekom (D1) und Telefónica Germany bzw. o2 (E-Netz). Die Angebotspalette wird regelmäßig erweitert und an die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. So setzt sich beispielsweise der Trend zu Postpaid-Laufzeitverträgen im Jahr 2016 fort. Die Zahl der Verträge nimmt um 460.000 zu. Die Anzahl der aktiven Prepaid-SIM-Karten ist dabei ein weiteres Jahr in Folge rückläufig. Allein im ersten Quartal betrug der Rückgang 300.000. Damit kommen die drei großen deutschen Netzbetreiber am 21. März auf insgesamt 59,8 Millionen Mobilfunkverträge (vgl. https://www.smartweb.de/mobilfunk-report-deutschland).

Daneben nimmt ein weiterer Trend an Kraft zu. Während die Zahl der Laufzeitverträge zunimmt, nimmt die Neukundenzahl der großen Betreiber ab. Eine Ausnahme gibt es lediglich bei der Telekom. Im Detail sehen die Zahlen folgendermaßen aus:

Übersicht
Netzbetreiber Neukundenzahl gegenüber Vorjahr Laufzeitverträge
o2 -55.000 (ges. 43.080.000)+181.000 (ges. 19.264.000)
Telekom +270.000 (ges. 40.643.030) +231.000 (23.940.000)
Vodafone -55.000 (30.334.000)+49.000 (16.591.000)

 Tipp: Eine Übersicht über alle Umsätze der deutschen Mobilfunkbranche finden Sie in dieser Zusammenfassung von statista.com.

Trend hin zu individuellen Tarifen

Während der Mobilfunkmarkt in den vergangenen Jahren vor allem durch intensive Preiskämpfe dominiert wurde, stehen heute individuelle Tarife im Vordergrund. Bei vielen Anbietern kann man sich seine Flatrates, Datenvolumina und zusätzliche Features individuell zusammenstellen. So findet man beispielsweise bei preis24.de eine Vielzahl an Angeboten für jeden Bedarf. In vielen Fällen bekommt man zu dem Vertrag auch gleich noch ein Smartphone dazu.

Die Entwicklung ist in der Tat keine neue. Bereits im Jahr 2013 hatten die großen Konzerne mit Problemen bei ihren Festnetztarifen zu kämpfen. So wollte die Deutsche Telekom vor allem Intensivnutzer dazu bewegen, mehr zu bezahlen. Nach heftigen Widerständen aus der Netzgemeinde ruderte das Unternehmen teilweise zurück. Nur kurze Zeit später machte der Mobilfunkkonzern Vodafone mit seinem Vorhaben von sich reden, Kabel Deutschland zu übernehmen. Damit konnten die Briten auf die sehr gut ausgerüsteten Glasfaserleitungen von Kabel Deutschland zugreifen. Schließlich erwarteten auch Telefónica und E-Plus nach ihrem Zusammenschluss Synergieeffekte in Höhe von 5 Milliarden Euro. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie in diesem Artikel der Wirtschaftswoche.

(Redaktion)


 


 

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