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Düsseldorfer Start-up entwickelt neues Erlösmodell für Online-Medien

„Content gegen Bezahlung“ ist ein Dauerthema in der Medienbranche. Fast alle bedeutenden Online-Publikationen experimentieren mit Paywalls und geben ihren Nutzern zumindest Teile ihres Contents nur noch nach Überwindung dieser Bezahlschranke preis. Über Nutzerakzeptanz und Absprungraten hört man allerdings nicht viel, dabei lassen sich die Medienhäuser ungern in die Karten schauen. Eine erfolgversprechende Lösung, die bereits bei Focus Online, Chip Online und der Rheinischen Post eingesetzt wird, gibt es nun vom Düsseldorfer Start-up Welect.

Es ist die alte Problematik aller führenden Online-Publikationen: User sehen auf der Startseite einen kurzen Teaser oder ein aufmerksamkeitsstarkes Bild für spannenden Content – aber ein kleiner Hinweis zeigt schon an, dass dieser Content hinter einer Paywall liegt. Viele klicken dann schon nicht mehr weiter, zahlreiche andere springen ab, wenn der Paywall-Hinweis angezeigt wird – denn vielleicht gibt es diesen Content ja auch an einem anderen Ort im Netz. Ähnlich verhält es sich, wenn Content wegen aktivierter AdBlocker nicht ausgespielt wird. Passend zu diesem weitverbreiteten medialen Nutzungsverhalten und der zunehmenden Selbstbestimmung der Verbraucher hat das Düsseldorfer Start-up Welect für Verlage, Werbetreibenden und Mediaagenturen eine Technologie entwickelt, die Nutzer und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen soll. Diese können ohne Bezahlung in den gewünschten Inhalt ansehen oder einen Download durchführen. Der Preis, den die User dafür zahlen, ist ihre Aufmerksamkeit – denn mit WelectPublish kann der User ein Werbevideo ansehen und erhält dann Zugriff auf den Inhalt. Und damit die Aufmerksamkeit auch wirklich gegeben ist, können die User aus einer Liste aktuelle Werbung auswählen, die für ihre aktuelle Situation am ehesten relevant ist. So soll eine 100-prozentige View-Through Rate und Viewability hergestellt werden.

Deutliche Reduzierung von Absprungraten und neue Abrechnungsform

Für Verlage scheint WelectPublish ein erfolgversprechendes Modell zu sein. So sollen die hohen Absprungraten bei Bezahl- und Adblocker-Schranken deutlich reduziert werden, da dem Verbraucher eine alternative Vergütungsmethode angeboten wird. Auf der anderen Seite können Verlage den Werbetreibenden beziehungsweise Mediaagenturen eine Plattform mit hoher Werbewirkung für ihre Kampagnen mit digitalem Bewegtbild anbieten. Neu ist auch die Abrechnungsform bei WelectPublish: Beim sogenannten „Cost per Want“ reichen 2 Sekunden Sichtbarkeit des Werbemittels nicht aus, damit es abgerechnet wird. Dazu muss es in voller Länge sichtbar gewesen sein – wenn der User die App schließt oder den Tab verlässt, erfolgt keine Abrechnung.

Werbetreibende, Verlage und User profitieren

So soll sich eine echte Win-Win-Win-Situation für Verlage, Werbetreibende und Mediaagenturen und natürlich auch die User ergeben. „Wir konzentrieren uns auf anspruchsvolle Werbekunden, die ihre digitalen Bewegtbild-Kampagnen um einen hochwertigen und wirksamen Kommunikationskanal ergänzen möchten. Gleichzeitig helfen wir dabei, redaktionelle Arbeit zu honorieren und möglichst werbefrei zu halten“, sagt Olaf Peters-Kim, der Welect gemeinsam mit Philipp Dommers gegründet hat und führt. Beide waren vorher bei Mediacom Düsseldorf und konnten so ihre Erfahrungen aus der Mediabranche in ihr Start-up einbringen. „Im Mittelpunkt steht bei uns stets der Nutzer, wir treten mit ihm in den Dialog und erhalten so sein Einverständnis zu werblicher Kommunikation. Das zahlt sich durch sehr hohe Werbewirkung und ein positives Markenerlebnis aus“, ergänzt Philipp Dommers. Welect hatte bereits mit seinem ersten Produkt, der App WelectGo viel Aufmerksamkeit erhalten. Mit dieser konnten Nutzer Tickets für den ÖPNV gegen das Anschauen von Werbevideos erhalten. Die App wurde unter anderem von der Düsseldorfer Rheinbahn eingesetzt.

Erfolgreicher Markteinstieg

Bisher wurde WelectPublish unter anderem bei der Rheinischen Post Online und über BurdaForward bei Chip Online eingesetzt. Nun hat sich BurdaForward entschieden, die Software auch bei Focus Online einzusetzen. Martin Lütgenau, Geschäftsführer von BurdaForward Advertising: „Nach den guten Erfahrungen, die wir bei Chip Online gemacht haben, dehnen wir den Einsatz von WelectPublish nun auch auf Focus Online aus. Wir begrüßen alle Lösungen, die unseren Lesern den Zugang zu unseren Diensten ermöglichen und gleichzeitig unsere redaktionelle Arbeit honorieren. Zudem passt diese Lösung perfekt zu unserer Goodvertising Strategie, die wir bei BurdaForward Advertising seit einigen Jahren erfolgreich verfolgen und bei der wir konsequent vom Nutzer herdenken.“

(Redaktion)


 


 

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