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Welttage 2

Die Hände zum Himmel! Es funkt, es lärmt, es rockt...

Amateurfunker - gibt es die eigentlich noch? Vermutlich. Denn heute, am 18. April, ist der Weltamateurfunktag. Muss also was dran sein, meint unser Autor.

In der Tat, die Bundesnetzagentur weiß es ganz genau: "Der Amateurfunkdienst bietet Funkamateuren die Möglichkeit, weltweiten Funkverkehr mit anderen Funkamateuren durchzuführen." Es funkt, na also!

Der Amateurfunk lebt, ist zumindest lebendiger als das Fischbrötchen. Wikipedia unterfüttert mit Zahlen: "Im 31. Dezember 2017 waren bei der Bundesnetzagentur 64.548 Funkamateure der Klasse A und E registriert. Höhepunkt der Anzahl war der Stichtag (31. Dezember) des Jahres 2002 mit 80.874 Amateurfunkzulassungen. Seitdem geht diese Anzahl stetig zurück."

Dagegen nimmt die Anzahl der Welttage für irgendwas, für dies und das stetig zu.

In Kürze schallt uns der "Internationale Tag gegen Lärm" entgegen (25. April). Lauthals beworben u.a. von der Bundesinnung der Hörakustiker.

Nur fünf Tage später, sozusagen in Hörweite, wird der "Tag des Lärms" begangen. Soll das etwa heißen, am 30. April dürfen wir bedenkenlos Krach veranstalten? Mitnichten, auch am Tag des Lärms geht es in Wirklichkeit gegen den Lärm. Leise Anmerkung: Hat der doppelte Lärmtag etwas mit Stereo zu tun? Tage, die Fragen aufwerfen...

Eindeutig geräuschvoller dagegen die Botschaft des 9. Juli: Tag des Rock 'n' Roll. Bill Haley, Chuck Berry, Jailhouse Rock -  Let's party! Obschon: Da ist uns der 3. April zuvorgekommen. "Welt-Party-Tag".

Na gut, feiern wir eben zweimal. Was die Lärmgegner können, gönnen wir uns auch. Wäre doch gelacht!

Aber halt, da haben wir den Welttag des herzhaften Lachens längst verpasst - der steht am 24. Januar im Kalender. Und was macht man da? Ich zitiere: "... soll man um 13:24 Uhr die Arme in die Luft werfen und herzhaft lachen." Kenn' ich doch: Die Hände zum Himmel und ab geht die Party. Aber das wär dann wieder der 3. April.

Bei chefkoch.de findet sich zum Tag des Lachens sogar eine eigene Rezeptsammlung. Schaut man allerdings genau hin, scheint sich bei den Tag-des-Lachens-Rezepten ein Buchstabenschwurbler ereignet zu haben. Zwölf Kochanleitungen finden sich in der Rubrik, und jede einzelne von ihnen empfiehlt irgendwas mit Lachs.

Lachs! Nicht Lachens. Vielleicht das Produkt eines Online-Übersetzungsprogramms? Das wär dann womöglich ein Fall für den alljährlichen Internationalen "Safer Internet Day", immer am zweiten Dienstag des Monats Februar.

Wird fortgesetzt. Versprochen.

(Karl-Heinz Övelgönne)


 


 

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