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WestLB

Internationale Bankengruppe klagt wegen Betrugs

Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) ist in den USA verklagt worden. Eine internationale Bankengruppe wirft dem Düsseldorfer Institut Betrug vor und klagt auf mehr als 490 Millionen Dollar Schadenersatz, wie die «WirtschaftsWoche» vorab berichtete.

Die verstaatlichte Irish Anglo Bank, die israelischen Banken Hapoalim und Mizrahi Tefaot, die Arab Banking Corporation aus Bahrain und der Offshore-Fonds Justinian beschuldigen die WestLB dem Bericht zufolge vor dem Obersten Gericht von New York, sie habe die von ihr gemanagten Investmentvehikel «Harrier» (Weihe) und «Kestrel» (Turmfalke) durch «Betrug und andere Verbrechen zugrunde gerichtet». In dem am 23. Juni eingereichten WestLB-Antrag zur Abweisung der Klage heißt es, diese entbehre jeder Grundlage. Die Kläger seien erfahrene Investoren, die in nachrangige Papiere investiert hätten und versuchten, Verluste wieder hereinzuholen.

Verkäufe hätten das verwaltete Vermögen und damit den potenziellen Verkaufswert der WestLB-Tochter Brightwater reduziert, an der die beiden Zweckgesellschaften angedockt waren. Der Wert der von den Klägern gezeichneten Schuldpapiere war an den Substanzwert (Net Asset Value) der von «Harrier» und «Kestrel» gekauften Papiere gekoppelt. Bei einem Wertverlust von mehr als 50 Prozent wären die Vehikel in Zwangsverwaltung eines Treuhänders gekommen. Der hätte sie liquidieren und die Papiere verkaufen müssen. Die Bank, die um ihre Kreditwürdigkeit gefürchtet habe, habe dies um jeden Preis verhindern wollen und den Net Asset Value deshalb manipuliert.

Ein WestLB-Sprecher sagte dem Bericht zufolge, die Bank halte die Vorwürfe für unbegründet und werde sich in dem nun anhängigen Verfahren wehren.

(ddp)


 


 

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