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Whatsgoal Summit

Expertenaustausch zum digitalen Wandel im Sport

„Unternehmen müssen umdenken, das Gelernte verlernen“, hieß es gestern beim Auftakt des erstes Whatsgoal Summits in Düsseldorf. Im Stahlwerk in Flingern ging es bis in den späten Abend um Digitalisierung im Sport. Es trafen sich Startup-Gründer und Entscheider verschiedenster Branchen sowie Sportler und Kreative.

Mit „umdenken“ meinte der Social Media Professor Klemens Skibicki, dass sich Unternehmen digitale Prozesse ganzheitlich und nachhaltig zu Eigen machen sollten, anstatt sie im Vorbeigehen zu behandeln. „Wer soll sich denn bei uns um Social Media kümmern?“, höre er oft. „Ja wer darf denn bei Ihnen telefonieren?“, entgegne er dann mit einem augenzwinkernden Verweis auf ähnliche Überforderung zu Zeiten der Einführung des Telefons.

Auch Katja Kraus, Geschäftsführerin von Jung von Matt/sports stellte fest, dass der Sport mit seinen Digitalisierungsansprüchen noch am Anfang stehe. Genau hier setzt laut Selbstbeschreibung Whatsgoal an, denn Ziel der Veranstaltung ist es, eine Community aufzubauen, die sich mit diesen Herausforderungen befasst. Dafür wolle man „ganz bewusst auch in andere Branchen schauen, die den Sport mit ihrer Innovationskraft inspirieren und antreiben können.“ Oberbürgermeister Thomas Geisel ist jedenfalls überzeugt, dass der Veranstaltungsort für den Summit „optimal gewählt ist“, denn Düsseldorf sei „eine Stadt, die für Sport steht und digital nicht so sehr hinterherhinkt wie der Rest des Landes“. Hinsichtlich Startups und innovativer Geschäftsideen sei sie gar weit vorne.

E-Sport professionalisiert sich

Neben digitalem Scouting, Virtual Reality, Podcast und Voice, gab es am Nachmittag auch spannende Einblicke in die Welt des E-Sports. Die Protagonisten stehen den Athleten des klassischen Sports mittlerweile in nichts nach, haben Nutritionists und müssen selbst klassischen Sport treiben, um auf höchstem Niveau mithalten zu können. Das Bild des Nerds, der aus dem Souterrain nach Pizza ruft, sei hier fehl am Platze, so Jan Pommer von der Electronic Sports League ESL. Ebenso seien Eintrittskarten in die Arenen nicht viel günstiger als die zu gewöhnlichen Sportevents, und auch Sponsorenverträge und Bewegtbild-Rechte würden ähnlich lukrativ vergeben.

„Digital Sport Award“ für Borussia Mönchengladbach

Der ersten „Digital Sport Award“ wurde der Borussia aus Mönchengladbach verliehen. Ihr Engagement mit eigenem TV-Sender, Podcast sowie Social Media- und App-Angebote zeugen laut Jury von einer Vorreiterrolle. Trotz aller Besorgnis gibt es also auch Erfolgsgeschichten in diesem so breit gefächerten Feld der Digitalisierung – Geschichten, welche die jüngsten Düsseldorfer Startups sicher einmal selbst schreiben möchten.

(Titus Lambertz)


 


 

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