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Wirtschaft und Konjunktur

So wenige Insolvenzen wie vor 14 Jahren

Eine erfreuliche Bilanz: weniger Insolvenzen in Deutschland – und zwar sowohl bei Unternehmen als auch bei privaten Verbrauchern. Insgesamt verringerte sich die Zahl aller Insolvenzen 2013 in Deutschland auf 141.900 Fälle (Vorjahr: 150.810; minus 5,9 Prozent).

Das meldet der Verband der Vereine Creditreform e. V. Um 8,4 Prozent auf 26.300 Fälle verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (Vorjahr: 28.720); das ist der niedrigste Wert seit 14 Jahren. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ging um 6,7 Prozent zurück. Deutschlandweit wurden noch 91.500 Fälle registriert (Vorjahr: 98.050). Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2010 mit 109.960 Verbraucherinsolvenzen ist das ein Rückgang um ein Sechstel. Dennoch: In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen von 41,5 auf heute 64,5 Prozent.

Das anhaltend freundliche Konjunkturumfeld mit einem hohen Beschäftigungsniveau sowie die finanziell verbesserte Stabilität der Unternehmen sorgten für die aktuelle Entspannung. Im laufenden Jahr verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 5,5 Prozent in Ostdeutschland und 9,0 Prozent in Westdeutschland.

Vor allem kleine Firmen insolvent

In den insolventen Unternehmen sind 285.000 Arbeitsplätze bedroht oder bereits gestrichen worden. Damit sind 61.000 Stellen weniger zu beklagen als im Vorjahr. Ursache ist auch eine geringere Zahl an großen Firmeninsolvenzen. Von Unternehmensinsolvenzen waren am stärksten betroffen: neun bis zehn Jahre alte Unternehmen (plus 8,3 Prozent) und über zehn Jahre alte Unternehmen (plus 1,5 Prozent) sowie kleine Unternehmen: In acht von zehn Fällen (79,5 Prozent) waren maximal fünf Mitarbeiter im Unternehmen tätig; viele sind sogar Soloselbstständige. Lediglich ein Unternehmen von Hundert (0,9 Prozent) beschäftigte zum Zeitpunkt der Insolvenz mehr als 100 Mitarbeiter.

Zu den zehn größten Unternehmensinsolvenzen des Jahres zählen die der Baumarktketten „Praktiker“ und „Max Bahr“. In der Summe waren mehr als 10.000 Mitarbeiter betroffen. Insolvent ist auch der Solarpionier Conergy aus Hamburg, die Loewe AG, ein Hersteller luxuriöser Heimelektronik sowie der Billigstromanbieter Flexstrom und der Immobilienverwalter IVG.

Überdurchschnittlich stark verringerten sich die Insolvenzen im Baugewerbe (minus 11,1 Prozent) auf 3.680 Fälle – dennoch hat das Baugewerbe nach wie vor die höchste Insolvenzquote. Auf 10.000 Baubetriebe kommen pro Jahr 103 Insolvenzen (Vorjahr: 116). 

(Redaktion)


 


 

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