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Wirtschaftslage

Dem Mittelstand geht es gut

Die mittelständische Wirtschaft trägt im Frühjahr 2016 die Konjunktur – zumindest kommt der Creditreform Geschäftsklimaindex zu diesem Ergebnis, denn er erreicht den zweitbesten Wert seit 2011. Befeuert wird die gute Wirtschaftslage im Mittelstand unter anderem durch die „Null-Zins-Politik“.

Nach der repräsentativen Umfrage bei kleinen und mittelständischen Unternehmen treibt die aktuelle Null-Zins-Politik Verbraucher und Anleger in Sachwerte. Entsprechend kräftig entwickeln sich Binnenkonjunktur und vor allem der private Konsum. Optimistisch bleiben auch die Aussichten: Die mittelständischen Unternehmen haben sich von den verbreiteten schlechten Nachrichten und Konjunkturängsten offenbar nicht anstecken lassen. Die Geschäftserwartungen kletterte sogar auf einen Höchststand (33,0 Punkte; Vorjahr: 28,2 Punkte). Alle in der Befragung untersuchten Indikatoren nahmen einen positiven Verlauf. So berichteten mehr Unternehmen als im Vorjahr von steigenden Auftragseingängen und weniger Befragte mussten Auftragseinbußen hinnehmen. Die stärksten Verbesserungen gab es auf Jahressicht bei Handel und Dienstleistungsgewerbe. Die Umsatzentwicklung verlief für die Unternehmen im Winterhalbjahr 2015/16 ebenfalls sehr zufriedenstellend. 28,5 Prozent konnten den Umsatz steigern, während der Anteil der Befragten, die Umsatzrückgänge verzeichneten, von 23,1 auf 19,0 Prozent sank. Der vergleichsweise milde Winter sorgte dafür, dass die saisonbedingten Einbußen im Baugewerbe diesmal schwächer ausfielen.

Der gute Jahresauftakt dürfte der Mittelstandskonjunktur für 2016 indes weiter Auftrieb geben. Die Erwartungen der Unternehmen zu Auftragseingängen und Umsätzen sind entsprechend positiv ausgefallen. 38,3 Prozent rechnen bis zum Herbst mit einem Auftragsplus, nur wenige (6,5 Prozent) befürchten eine schlechtere Auftragslage. Auch die Umsatzkurve zeigt weiter nach oben: 42,5 Prozent der Befragten erwarten, dass die Umsätze steigen. Die meisten positiven Meldungen gab es im Baugewerbe.

Mittelstand stellt ein und investiert

Im Mittelstand sind in den zurückliegenden Monaten erneut zahlreiche Arbeitsplätze entstanden. Nahezu jedes vierte Unternehmen hat die Mitarbeiterzahl aufgestockt. Nur 10,7 Prozent der Befragten meldete einen Stellenabbau. Auch die Personalplanungen sind weiter auf Expansion ausgerichtet: 26,5 Prozent der Befragten wollen die Zahl der Mitarbeiter aufstocken, nur 5,8 Prozent wollen den Personalbestand reduzieren. Dienstleister und Baugewerbe suchen verstärkt nach Arbeitskräften, zurückhaltender äußerte sich der Handel. In dem freundlichen Konjunkturumfeld hat auch die Investitionsbereitschaft unter den Mittelständlern zugenommen. 58,1 Prozent der Befragten wollen investieren. Dieser Wert liegt nicht nur 4,5 Prozent über dem Vorjahresstand, sondern auch deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Insbesondere im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor war ein höherer Investitionswillen zu verzeichnen.

Den kompletten Bericht gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

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