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IHK-Blitzumfrage

Gute Geschäfte für Betriebe in der Region

Die Geschäfte laufen gut in der Region Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein, auf jeden Fall deutlich besser als noch zu Jahresbeginn. Und auch für den weiteren Verlauf des Jahres sind die Betriebe in der Region optimistisch.

Die Frühsommer-Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein bei gut 400 Unternehmen mit mehr als 55.000 Beschäftigten kommt zu erfreulichen Ergebnissen. Die Geschäfte laufen gut und die Lage auf dem Arbeitsmarkt dürfte zudem weiter stabil bleiben. „Mit einer spürbaren Erhöhung der Beschäftigtenzahl ist allerdings nicht mehr zu rechnen“, erklärt dagegen Dr. Udo Siepmann von der IHK Düsseldorf. 41 Prozent der Betriebe sind danach mit ihrer Lage zufrieden, nur zwölf Prozent bewerten ihre Geschäfte derzeit negativ. Damit ist der Saldo zwischen Gut- und Schlecht-Antworten seit Jahresbeginn von 21 auf 29 Punkte gestiegen. „Insbesondere der niedrige Ölpreis, die geringe Inflationsrate und die gestiegenen Einkommen haben eine positive Wirkung. Kaufkraft und privater Konsum sind ebenfalls gestiegen. Das sind Stützen des Aufschwungs“, erklärt Siepmann. Dies zeigt sich deutlich im Handel: Sowohl Einzel- als auch Großhändler melden merklich bessere Geschäfte als noch zu Jahresbeginn. Zudem ist die Lage sowohl in der Industrie als auch bei den übrigen Dienstleistern weiterhin gut.

Optimismus überwiegt deutlich

Auch für den weiteren Jahresverlauf sind die Unternehmen optimistisch. Gut jedes dritte erwartet eine weitere Belebung seiner Geschäfte. Lediglich zehn Prozent der befragten Unter-nehmer blicken pessimistisch in die Zukunft. Damit haben sie ihre Erwartungen seit Jahresbeginn leicht nach oben korrigiert. Das betrifft insbesondere den Großhandel, der wesentlich optimistischer als noch zu Jahresbeginn ist. „Der IHK-Konjunkturklimaindex, der sich aus den Meldungen zur Lage und zu den Erwartungen zusammensetzt, liegt mit 26 Punkten oberhalb des Wertes der Vorumfrage und oberhalb des langjährigen Durchschnitts von jeweils 19 Punkten“, sagt Siepmann. Weniger stark als in den vergangenen Jahren trägt der Export zum Wachstum bei, obwohl er auf einem hohen Niveau bleibt. „Die exportorientierten Betriebe profitieren auf der einen Seite beim Handel mit Ländern außerhalb der Euro-Zone von der Abwertung des Euro“, so Siepmann. „Auf der anderen Seite bremst die Vielzahl an geopolitischen Konflikten die Exporttätigkeit.“ Aus den Vereinigten Staaten kamen zudem zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten. Außerdem wachsen Schwellenländer wie China langsamer. So rechnen die Unternehmen – anders als zu Jahresbeginn – nur noch mit einer leichten Erhöhung des Auslandsabsatzes. Dies gilt insbesondere für die Produzenten von Investitionsgütern, die nun nur noch von konstanten Exportgeschäften ausgehen. „Diese Unternehmen sind überdurchschnittlich stark in China und Russland aktiv und somit unmittelbar von der schwächeren Nachfrage aus diesen Ländern betroffen“, so Siepmann.

Große Unterschiede bei Investitionen

Die Investitionsgüterproduzenten spüren zudem, dass sich die Unternehmensinvestitionen hierzulande weiterhin auf einem niedrigen Niveau befinden. Auch in der Region plant die Wirtschaft insgesamt nur eine moderate Aufstockung ihrer Investitionsbudgets und bestätigten damit ihre verhaltenen Pläne vom Jahresbeginn. 27 Prozent der Betriebe möchten ihre Investitionsbudgets erhöhen, bei knapp 19 Prozent sollen die Ausgaben sinken. „Erfreulich ist, dass die Industrie stärker investieren will als noch zu Jahresbeginn“, betont Siepmann. Dies gilt insbesondere für die Ge- und Verbrauchsgüterproduzenten, die vom privaten Konsum profitieren und dementsprechend ihre Kapazitäten erweitern wollen.

Kaum Auswirkung auf Beschäftigung

Die gute Konjunktur wirkt sich dagegen nur noch gering auf die Beschäftigung aus. 19 Prozent aller Betriebe planen eine Erhöhung ihrer Mitarbeiterzahl, 14 Prozent der Unternehmen wollen die Zahl ihrer Beschäftigten verringern. Während im Dienstleistungssektor mit einem spürbaren Plus zu rechnen ist, planen insbesondere Industrie und Einzelhandel eine leichte Reduzierung der Beschäftigtenzahl. „In vergleichbaren Aufschwungs-jahren waren die Beschäftigungspläne expansiver. Zum einen besteht nach wie vor ein merklicher Fachkräftemangel, zum anderen dürfte der Mindestlohn dazu führen, dass die Unter-nehmen bei der Einstellung von Geringqualifizierten vorsichtiger agieren“, so Siepmann.

(Redaktion)


 


 

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Frühsommer 2015
IHK Mittlerer Niederrhein
Dr. Udo Siepmann
Import
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