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Wirtschaftstrend 2013/14

Deutsche sind voller Zuversicht

Obwohl sich Europa in einer wirtschaftlichen Dauerkrise befindet, ist Deutschland weiterhin robust. Trotz des langsamen Wachstums schätzen die Deutschen die Aussichten für das nächste Jahr auch nach der Bundestagswahl positiv ein.

Auch die ganz persönlichen Wirtschaftsaussichten für das nächste Jahr sind gut, erstmals auch in den neuen Bundesländern. Die vielgescholtene Schere zwischen Ost und West schließt sich somit im 24. Jahr der Wiedervereinigung. Und wie in den vergangenen Jahren blicken regelmäßige Internetnutzer insgesamt noch positiver in die Zukunft. Das ergab die jährliche repräsentative Befragung von Bundesbürgern zu ihren Plänen und Chancen im Jahr 2014, die vom Versicherer ARAG mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid durchgeführt wurde. Viele Deutsche gehen davon aus, dass sich die Konjunktur hierzulande in 2014 weiter positiv entwickelt. Fast ein Drittel aller Befragten glaubt, dass die Wirtschaft auf einem Wachstumskurs bleibt. Im Vergleich zu 2012 haben sich damit die Optimisten in Deutschland fast verdoppelt. Im Vorjahr glaubten nur 16,2 Prozent der Befragten an eine gute Konjunktur. Im Jahresvergleich zeigten sich die Bundesbürger nur im Jahr 2007 - also vor der internationalen Finanzkrise - optimistischer bei dieser Fragestellung. Damals glaubten 35,2 Prozent an eine gute Konjunktur im Folgejahr. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise im Spätsommer 2008 sank dieser Wert schlagartig auf 8,2 Prozent ab.

Gute Arbeitsmarktentwicklung und hohe Konsumbereitschaft

Auch bei der Einschätzung der künftigen Entwicklung am Arbeitsmarkt sind die Deutschen optimistischer als im Vorjahr. 31,9 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung der Beschäftigung in Deutschland aus. Im Vorjahr waren es lediglich 20,4 Prozent. Nur im Jahr 2010 zeigten sich die Deutschen diesbezüglich noch optimistischer; damals setzten 43,7 Prozent auf eine Besserung der Beschäftigungszahlen. Besonders große Hoffnungen setzen die Menschen in Ostdeutschland in den Arbeitsmarkt. 41 Prozent erwarten hier eine gute Entwicklung. Das ist ein echter Spitzenwert. Weil die Befragten beim Blick auf die zu erwartende Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft gute Laune und Optimismus zeigen, nehmen die Deutschen meist auch die eigene, ganz persönliche wirtschaftliche Situation deutlich entspannter als noch vor einem Jahr wahr. Glatte 37,0 Prozent wollen im kommenden Jahr mehr Geld für kleinere Konsuminvestitionen wie Fernseher, Küchengeräte oder Computer locker machen. Das sind über fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und fast 15 Prozentpunkte mehr als in 2011. Lediglich bei größeren Anschaffungen wie Autos nahm der Wert leicht ab. Dort gaben wie bereits 2011 nur sechs Prozent Kaufabsichten an. Im Jahr 2012 planten 7,3 Prozent größere Anschaffungen.

Internetnutzer sind optimistischer

Die Internetnutzung ist unmittelbar an das Haushaltseinkommen gekoppelt. 87,7 Prozent der Befragten, denen mehr als 2.500 Euro Haushaltseinkommen monatlich zur Verfügung steht, sind mindestens einmal pro Woche im Netz. Bei den Befragten mit einem geringen Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro liegt die regelmäßige Internetnutzung nur bei 56,8 Prozent. Aus dieser Einkommensgruppe nutzt mehr als ein Drittel (36,6 Prozent) das Internet nie. Häufige Internetnutzer erwarten zu 37,7 Prozent eine Steigerung des eigenen Einkommens im kommenden Jahr. Befragte, die das Netz nicht nutzen, glauben nur zu 18,9 Prozent an ein Mehr im Portemonnaie. Auch planen die Internetnutzer mit mehr Bedacht ihre Zukunft. 24,4 Prozent dieser Gruppe zahlt in eine private Altersvorsorge (Riester-, Rürup-Rente etc.) ein. Bei den Nicht-Nutzern liegt diese Quote mit 10,8 Prozent nicht einmal halb so hoch.

(Redaktion)


 


 

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