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Unsichtbarer Mehrwert(h)

Es liegt was in der Luft: Kommerzielle und gemeinnützige Anbieter konkurrieren um Wuppertals Versorgung mit öffentlichen WLAN-Netzen.

Dustin Schmidtberg ist für den Verein Freifunk Rheinland in Wuppertal aktiv und hat die Idee, ein flächendeckendes WLAN für die Stadt zu verwirklichen. Um die Ressource „Netz“ ist jedoch längst ein Kampf entbrannt, aber nicht zwischen den potenziellen Konsumenten. Vielmehr kämpfen Vereine mit gemeinnützigem Ansatz gegen Konzerne mit kommerziellen Absichten. Wer baut zuerst sein Netz aus, wer bietet die bessere Qualität, wer erreicht mehr Nutzer?

Non-Profit-Philosophie

Für Guido Gallenkamp, der das erste öffentliche WLAN in Wuppertal eingerichtet hat, geht es bei diesem Rennen ums Prinzip. „Wenn ein kommerzieller Internetanbieter ein öffentliches WLAN-Netz zur Verfügung stellt, tut er das ja nicht umsonst. Auch wenn es nichts kostet“, sagt Gallenkamp. „Er wird dann Daten sammeln und verkaufen. Wer diese Daten hat, kann Menschenströme in der Stadt nachvollziehen, Bewegungen, Konsumverhalten. Freifunk ist anonym. Dahinter steckt eine Philosophie, kein Profitgedanke.

Router mit "Leuchteffekt"

Schmidtberg, Gallenkamp und eine Hand voll weiterer technikbegeisterter Wuppertaler treffen sich regelmäßig, um an neuen Netzen zu basteln. Ihr neuestes Projekt sind jetzt Straßenlaternen mit doppelter Strahlkraft. „Wir haben erste Gespräche mit der Stadt geführt, weil wir gern Router in deren Laternen einbauen würden. Generell sind sie sehr offen für die Idee, jetzt geht es um technische Details“, sagt Schmidtberg.

Zukünftige Ausweitung

Details wie die langfristige Aufgabenverteilung sind für Schmidtberg momentan zweitrangig. „Wir würden uns einfach freuen, wenn wir die Laternen als Hotspots ausprobieren könnten. Wenn das klappt und es im Werth gut läuft, können wir über Ausweitungsmöglichkeiten nachdenken und mit der Stadt eine langfristige Regelung aller Details erarbeiten.“ Früher oder später wird es wohl Realität sein – das flächendeckende, frei zugängliche WLAN-Netz in Wuppertal. Vielleicht werden Laternen dann überall mehr können als Licht spenden.

Gekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie in der Wuppertaler Wochenzeitung talwaerts. Immer freitags für 1,90 Euro überall, wo es Zeitschriften gibt und für 8,90 Euro im Monatsabo: www.talwaerts-zeitung.de

(Esther Brandt)


 


 

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