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Interview mit Mario Konrad von Ryzon

In unserem heutigen Interview unterhalten wir uns mit Mario Konrad von der Ryzon GmbH, einem Komplettausstatter für Triathleten. Als Branchenkenner weiß er, welche Auswirkungen die digitale Revolution vor allem auf den Textilbereich hat.

BON: Hallo Mario! Schön, dass du Zeit für das Gespräch gefunden hast. 

Mario Konrad: Sehr gerne!

BON: Beginnen wir doch einmal bei dem Einfluss der Digitalisierung auf die Welt des Offline-Shoppings. Was denkst du, welche Auswirkungen die Weiterentwicklung des E-Commerce auf den stationären Handel haben wird?

Mario Konrad: Ich denke, dass sich der Peer-to-Peer-Aspekt mittelfristig auf die Fashion Industry übertragen wird. Hintergrund ist die massive Überproduktion, die durch die bestehenden Händler/Distributionsmodelle gefördert wird.
Wir sind davon überzeugt, dass sich der tatsächliche Bedarf durch einen Direct-to-Consumer-Ansatz weitaus präziser planen lässt. Außerdem lassen sich Umweltressourcen schonen und Unternehmen können durch den Wegfall von Rabattschlachten und Wegwerf-Mode deutlich nachhaltiger agieren.

BON: Soziale Medien spielen bei einem solchen Ansatz ja erfahrungsgemäß eine große Rolle. Was denkst du, wie viel organische Reichweite Unternehmen 2018 noch über Plattformen wie Facebook aufbauen können?

Mario Konrad: Wir hoffen, dass Relevanz auch weiterhin stark gewichtet wird. Vermutlich wird es schwieriger werden, reine "Reißbrett-Projekte" über Paid Media aufzubauen. Aber bei relevanten Themen kombiniert mit einem klassischen Marketing-Mix wird Facebook auch
weiterhin eine große Rolle spielen.

BON: Und welche Rolle wird das Thema Mobile dabei spielen?

Mario Konrad: Bei uns zeigt sich bereits eine klare Tendenz Richtung Mobile. Wir gehen in unseren Planungen davon aus, dass sich dieser Effekt wohl eher noch verstärken wird.

BON: Sind mobile Bezahlmöglichkeiten dabei nur ein kurzfristiger Trend oder die Zukunft?

Mario Konrad : Ganz klar: die Zukunft. Auch hier gehen wir davon aus, dass die Technologie in den kommenden Jahren eine steigende Akzeptanz erfahren wird.

BON: Welche Shop-Optimierungen sollte man in den kommenden Jahren nicht versäumen?

MK: Ich bin leider kein Technikexperte und UX Rockstar. Jedoch zeigt sich, dass bei uns die Themen Relevanz, Emotion und Glaubwürdigkeit noch stärker wiegen als rein technische Aspekte. ​ Dennoch haben wir nun ein Projekt gestartet, um die Hürden auf unserer Website zu reduzieren und uns dort weiterzuentwickeln. Jedoch sehe ich uns hier nicht in der Position, qualifizierte Ratschläge zu geben, da wir selbst noch viel testen.

BON: Könnten IoT-Konzepte dabei in Zukunft eine größere Rolle spielen?

MK: Auch hier sehe ich große Potenziale im Bereich Peer-to-Peer-Produktion. Ich bin überzeugt
davon, dass sich dadurch deutlich kürzere Lieferzeiten realisieren lassen. Die Textilbranche ist in weiten Teilen produktionsseitig noch so organisiert wie vor vielen Jahren.

BON: Dann können wir uns also auf eine spannende Entwicklung der Textilbranche und hoffentlich
weiterhin erfolgreiche Zeit für die Ryzon GmbH freuen. Wir danken dir für das Gespräch.

MK: Danke auch! Bis bald!​

(Redaktion)


 

 

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