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E-Mail-Marketing

3 Fehler bei der Adressgewinnung

Die Gewinnung von E-Mail-Adressen gehört zu den Pflichtaufgaben im E-Mail-Marketing. Nur ein großer Verteiler mit relevanten und rechtssicher generierten Adressen kann zu nennenswerten Ergebnissen führen. Fehler bei der Adressgewinnung wirken sich da besonders negativ auf den Unternehmenserfolg aus. Die folgenden Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden.

1. Zu viele Pflichtfelder

Natürlich möchte man als Unternehmen gerne so viel wie möglich über den neuen Newsletter-Abonnenten wissen. Name und (Post-)Adresse, demografische Angaben wie Alter und Geschlecht und natürlich die persönlichen Interessen erlauben eine genauere Abstimmung der Inhalte auf den Empfänger, was die Erfolgsaussichten steigert. Aber: all diese Felder dürfen bei einem Newsletter nicht als Pflichtfelder definiert sein. Das hat zwei Gründe:
Zum einen gilt das datenschutzrechtliche Gebot der Datensparsamkeit. Das bedeutet, dass nur solche Felder abgefragt werden dürfen, die auch wirklich notwendig sind. Für einen Newsletter ist das einzig und allein die E-Mail-Adresse. Schon der Name und die Anrede sind zwar wünschenswert, aber nicht notwendig und dürfen daher keine Pflichtfelder darstellen.
Zum anderen senkt jedes zusätzlich auszufüllende Feld auch die Bereitschaft, sich überhaupt einzutragen. Ein Formular mit fünf oder sogar noch mehr Feldern schreckt die Mehrheit der potenziellen Empfänger ab.

Beschränken Sie sich daher auf die E-Mail-Adresse. In einem späteren Schritt, wenn die eigentliche Anmeldung schon erfolgt ist, können Sie gerne weitere Daten auf freiwilliger Basis erfassen. Sollte sich der Empfänger dagegen entscheiden, haben Sie aber zumindest schon einmal die E-Mail-Adresse, mit der Sie arbeiten können.

2. Nicht nachfassen (bei unvollständigen Anmeldungen)

Das rechtlich wichtige Double Opt In-Verfahren hat einen entscheidenden Nachteil: es ist relativ umständlich. Der Empfänger muss sich eintragen, erhält dann eine Mail und muss diese erst noch bestätigen, bevor er wirklich angemeldet ist. Während diesem Prozess geht immer ein Teil der Anmeldungen verloren: Nutzer brechen den Anmeldeprozess ab, bestätigen die E-Mail-Adresse nicht oder übersehen schlichtweg die Bestätigungsmail. Sie haben also in Ihrem Verteiler immer eine mehr oder weniger große Anzahl an unvollständigen Anmeldungen. 

Diese E-Mail-Adressen dürfen Sie noch nicht für Ihr E-Mail-Marketing nutzen. Sie sollten aber unbedingt nachfassen. Empfehlenswert ist es zum Beispiel, automatisch z.B. einen Tag nach der unvollständigen E-Mail eine Erinnerungsmail zu senden, dass die Anmeldung noch nicht abgeschlossen ist. Natürlich können Sie diese Mail auch von Hand auslösen, z.B. einmal pro Woche. Aber Achtung: diese Mail darf unter keinen Umständen Werbung enthalten, sondern ausschließlich den Hinweis auf die noch abzuschließende Anmeldung. Erfolgt nach der ersten oder spätestens zweiten Erinnerung immer noch keine Bestätigung, löschen Sie diese Mails aus dem Verteiler.

3. Anmeldeformular verstecken

Das Anmeldeformular für Ihren Newsletter gehört zu den wichtigsten Elementen auf Ihrer Website. Nur damit machen Sie aus anonymen Besuchern nachfassbare Kontakte (Leads). Warum verstecken dann so viele Unternehmen das Formular hinter obskuren Links?
Aus Sicht des Unternehmens mag es völlig nachvollziehbar sein, dass sich das Newsletter-Formular in der Seitenstruktur unter „Über uns“ – „Service“ – „News“ verbirgt; ein Interessent wird dort jedoch nicht danach suchen. Machen Sie es stattdessen dem Nutzer so leicht wie möglich, sich einzutragen. Im Idealfall prangt das Formular gut sichtbar auf jeder Website, inklusive der Startseite. Wenn das aus irgendwelchen Gründen (prüfen Sie hier noch einmal genau nach!) nicht möglich ist, verwenden Sie zumindest eine verständliche Bezeichnung wie „Newsletter“ anstelle von „Neuigkeiten“ oder „Infos“ für den Link.

Vermeiden Sie diese drei Fehler und Sie werden Ihren Newsletter-Verteiler in kurzer Zeit stark vergrößern. Viel Erfolg!

(Felix Beilharz)


 


 

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