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Kündigungsgrund: EDV-Missbrauch

EDV-Missbrauch / Computermissbrauch

Greift der Mitarbeiter auf einen elektronischen Datenbestand des Betriebs zu, obwohl er dazu nach dem Arbeitsvertrag bzw. den betrieblichen Regelungen nicht berechtigt ist, ist regelmäßig – nach einer erfolglosen Abmahnung – eine verhaltensbedingte ordentliche Kündigung gerechtfertigt. Ohne Bedeutung ist, ob die unbefugt abgerufenen Daten Betriebsgeheimnisse enthalten oder ob der Arbeitnehmer die Daten zum Schaden des Arbeitgebers missbrauchen will.

Überwindet der Arbeitnehmer besondere Sicherungen, um auf den Datenbestand zuzugreifen (z.B. indem er sich in den Besitz eines Schlüsselwortes bringt), dürfte in der Regel eine Abmahnung entbehrlich sein. Verwendet der Arbeitnehmer die missbräuchlich erlangten Daten zum Schaden des Arbeitgebers (z.B. beim Verkauf von Betriebsgeheimnissen), kommt eine außerordentliche Kündigung wegen EDV-Missbrauch in Betracht.

Literatur: Berkowsky, Die personen- und verhaltensbedingte Kündigung, § 21 Rdnr. 67 ff.

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Computermissbrauch

(VSRW-Verlag)


 


 

EDV-Missbrauch
Definition
Erklärung
Betriebsgeheimnisse
Schaden

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