23.05.2011  14:33 Uhr

Definition Eigenkapital
Eigenkapital – Finanzierungsform und Unternehmensgewinn

Deutschland. Das Eigenkapital grenzt sich vom Fremdkapital ab, da diese Finanzierungsform vom Eigentümer der Unternehmen selbst aufgebracht wird. Zweitens versteht man unter Eigenkapital einen erwirtschafteten Gewinn, der im Unternehmen selbst belassen wird. Dabei unterscheidet man zwischen dem buchmäßigem und dem realen Eigenkapital. Bei Ersterem ergibt sich der Kapitalwert aus den Aktivposten sowie den Verbindlichkeiten. Das reale Eigenkapital dagegen erfährt eine Erhöhung durch Einlagen oder Gewinne. Schließlich gibt es noch den Begriff Effektives Eigenkapital, in dem zusätzlich die stillen Reserven beinhaltet werden. Bei einer Aktiengesellschaft ist das eingezahlte Kapital Grundkapital, bei einer GmbH dagegen wird es Stammkapital genannt.

Wie wird das Eigenkapital in der Bilanz ausgewiesen?

Bei Einzelunternehmen werden die Gewinne, Verluste, Einlagen sowie Entnahmen auf speziellen Eigenkapitalkonten erfasst, die variabel sind. Bei Festkonten werden die Veränderungen des Kapitals über Privat- oder Darlehenskontos erfasst. Das Eigenkapital setzt sich bei Kapitalgesellschaften wiederum aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Gezeichnetes Kapital
  • Kapitalrücklagen
  • Gewinnrücklagen
  • Gewinnvortrag
  • Jahresüberschuss

In diesem Fall spricht man von bilanziellem Eigenkapital.

Verwendung des Eigenkapitals

Eigenkapital wird häufig als Finanzierungsmittel genutzt. Der Vorteil dieser Zahlungsform ist, dass es dem Unternehmen im Grund genommen unbefristet zur Verfügung steht. Außerdem ist es oft die Voraussetzung dafür, weiteres Fremdkapital zu beantragen. Eine besondere Form stellt die Immobilienfinanzierung dar, in der das Eigenkapital beispielsweise Bargeld, Sparguthaben, Wertpapiere und Grundbesitz sein kann. Der Vorteil des Eigenkapitals besteht darin, dass das Unternehmen höheren Risiken ausgesetzt sein darf. Verluste treffen ein Unternehmen weniger stark, wenn es mit einem höheren Eigenkapital ausgestattet ist.


 

(Christian Weis)

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