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e.K.

Definition der Rechtsform: e.K. - Eingetragener Kaufmann im Handelsregister





Mit der Bezeichnung e.K., e.Kffr. oder e.Kfm. ist ein Eingetragener Kaufmann bzw. eine Eingetragene Kauffrau gemeint. Im Prinzip besagt die Bezeichnung, dass eine natürliche Person bzw. ein Einzelunternehmer im Handelsregister als Kaufmann oder Kauffrau eingetragen ist.

Inhaltsverzeichnis zum eingetragenen Kaufmann (e.K.):

  1. Welche Rolle spielt die Firma bei der Eintragung?
  2. Rechtliche Vorschriften für den e.K.
  3. Wann ist die Eintragung ins Handelsregister obligatorisch?
  4. So funktioniert die Eintragung ins Handelsregister
  5. Was ist bei der Anmeldung zu beachten
  6. Vorteile eines eingetragenen Kaufmanns
  7. Nachteile eines eingetragenen Kaufmanns

Im Handelregister wird der oder die e.K. in der Abteilung A geführt. Wer als Einzelkaufmann ein Handelsgewerbe treibt, kann, muss sich aber nicht eintragen lassen. Seine Eigenschaft als Kaufmann verliert er nicht, wenn er nicht eingetragen ist. Anders sieht es allerdings bei sogenannten Kleingewerbetreibenden und Minderkaufleuten aus. Sie werden erst dann als Kaufmann bezeichnet, wenn sie in das Register eingetragen werden.

Welche Rolle spielt die Firma bei der Eintragung?

Ein eingetragener Kaufmann führt eine Firma. Die Firma dient als die Bezeichnung, mit der der Kaufmann im Geschäftsleben repräsentiert wird. Der Name des Betriebs wird ebenfalls im Handelsregister vermerkt. Für die Auswahl der Firma gelten allerdings einige Grundsätze, die in § 18 des Handelsgesetzbuches (HGB) nachzulesen sind. Hier geht es vor allem darum, dass es bei dem Firmennamen einen Zusatz zur Rechtsform geben muss. Die Firma muss sich unter anderem auch von anderen Firmen unterscheiden, die sich im Handelsregister befinden.

Lesetipp: Ein Unternehmer muss bei der Vornahme von Werbemaßnahmen nicht zwingend den Rechtsformzusatz „e.K.“ aufführen, um seine Identität erkennbar zu machen.

Rechtliche Vorschriften für den e.K. - Vor- und Nachteile

Bei der Einzelunternehmung, die sich hinter der Bezeichnung e.K. Verbirgt, handelt es sich im die häufigste Unternehmensform, die in Deutschland auftritt. Dabei tritt der Kaufmann als Inhaber der Firma auf und muss auch persönlich für alle Verbindlichkeiten des Unternehmens haften. Dadurch ergibt sich auch ein entscheidender Vorteil, denn der Kaufmann kann schnell handeln, da er entscheidungsberechtigt ist. Streitigkeiten über die Führung des Unternehmens oder über die Gewinnaufteilung entfallen. Auf der anderen Seite muss der eingetragene Kaufmann aber auch das finanzielle Risiko allein tragen. Schließlich verpflichtet sich der Kaufmann über die Eintragung in das Handelsregister auch für eine Erstellung einer Bilanz.

Wann ist die Eintragung ins Handelsregister obligatorisch?

Bei einem Istkaufmann ist die Eintragung deklaratorisch. Das bedeutet, dass der Kaufmann die Eigenschaft auch dann behält, wenn er nicht im Handelsregister steht. Bei einem Kannkaufmann ist das nicht der Fall. Er erhält die Eigenschaft erst dann, wenn er in das Register eingetragen wird. Als Kannkaufmann gem. §2 HGB gelten alle Betreiber eines Kleingewerbes, deren Unternehmensführung keiner kaufmännischen Geschäftsorganisation bedarf. Für Kleingewerbetreibende gelten weniger Regelungen als für einen Istkaufmann. So müssen sie beispielsweise keine Bücher führen. Die Gewinnermittlung kann über eine Einnahmenüberschussrechnung ermittelt werden.

So funktioniert die Eintragung ins Handelsregister

Wer sich als Kaufmann registrieren will, muss sich zunächst an einen Notar wenden. Alle Angaben bedürfen zu ihrer Rechtsgültigkeit der Beglaubigung. Im Anschluss muss er alle notwendigen Angaben machen. Dazu gehören Informationen über:

  • die Firma und der Firmenname,
  • den Sitz, Niederlassungen und Zweigstellen mit eindeutiger Adresse,
  • den Unternehmenszweck,
  • die zur Vertretung berechtigte Personen,
  • die Höhe des Stammkapitals.

Ein Eintrag ins Handelsregister kostet für ein Einzelunternehmen zwischen 200 und 300 Euro.

Was ist bei der Anmeldung zu beachten

Will man einer Gewerbetätigkeit nachgehen, muss man sich beim verantwortlichen Gewerbeamt eintragen lassen. Es setzt alle anderen relevanten Ämter in Kenntnis. So für das Gewerbe Zulassungsvoraussetzungen bestehen, sind die notwendigen Nachweise im Zuge der Anmeldung vorzulegen. Das betrifft z.B. Taxiunternehmen, Gaststätten, Fahrschulen und Inkassobüros.

Im Anschluss ist eine Steuernummer beim zuständigen Finanzamt zu beantragen und eine Anmeldung bei IHK und Berufsgenossenschaft vorzunehmen. Will man Angestellte beschäftigen, ist zusätzlich eine Betriebsnummer von der zuständigen Agentur für Arbeit notwendig.

Vorteile eines eingetragenen Kaufmanns

  • schnelle Entscheidungsfindung
  • einheitliche Linie bei der Unternehmensführung
  • keine Gewinnaufteilung
  • kostengünstige Verwaltung
  • Privatentnahmen individuell steuerbar
  • Firmierung möglich

Nachteile eines eingetragenen Kaufmanns

  • hohes finanzielles Risiko
  • uneingeschränkte Haftung für wirtschaftliche Entscheidungen
  • Kapitalbeschaffung auf eigenes Vermögen beschränkt
  • höherer Arbeitsaufwand
  • Eigenverantwortlichkeit für Leistung und Kapitalkraft
  • Verwaltungsaufwand ist höher

(Christian Weis)








 

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