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  • 30.04.2019, 08:33 Uhr
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  • Deutschland
Erhebungen

Wie sieht die wirtschaftliche Lage im Weser-Ems-Gebiet aktuell aus?

Erfreulicherweise befindet sich lt. repräsentativen wirtschaftlichen Erhebungen das Weser-Ems-Gebiet auf einem guten Wachstumskurs. Die derzeitige wirtschaftliche Lage wird von den Unternehmen als gut bis sogar sehr gut bewertet. Grund dafür ist die aktuell hohe Nachfrage an Personal und die gute Auftragslage.

Ein Drittel der Unternehmen konnten 2018 mehr Mitarbeiter beschäftigen als das Jahr zuvor. Leider ist der Facharbeitermarkt so leergefegt, dass dringend benötigte qualifizierte Mitarbeiter nicht eingestellt werden konnten.

Umsatzentwicklung

Die mittelständischen Unternehmen befinden sich auf Wachstumskurs, die Umsatzentwicklung war bei vielen Unternehmen des Weser-Ems-Gebietes im Vergleich zum Jahr 2017 etwas rückläufiger bzw. erfuhr einen Stillstand. Nur etwa 40 % der mittelständischen Unternehmen erfuhren einen Umsatzzuwachs. Etwas 11 % der Unternehmen mussten ein Minus verbuchen. Der Handel selbst war soweit stabil, nur jeder 6. Unternehmer in dem Gewerbe hatte Umsatzrückgänge zu verzeichnen.

Die Unternehmen sind zuversichtlich gestimmt, was die eigenen Prognosen für 2019 betreffen.

Fachkräftemangel

Viele Stellen blieben unbesetzt. 2/3 der Unternehmen suchen im Schnitt neue Facharbeiter. Durchschnittlich konnte jedes 4. Unternehmen des angebotenen Ausbildungsplatz nicht besetzen. Dies ging soweit, dass es öfter nicht einmal Bewerber gab.

Bei der Ursachenforschung kam es zu den Faktoren:

  • Standort (lange Anfahrtswege, keine Umzugsbereitschaft)
  • mangelnde zeitliche Flexibilität
  • fehlende und ungenügende Schulausbildung (vor allem bei den jüngsten Bewerbern)

Bevölkerungssituation im Weser-Ems-Gebiet

Vechta bietet eine gute Bevölkerungsdichte. Doch die verschiedenen Regionen sind Problemen ausgesetzt. Emden und Wilhelmshaven sind deutlich schlechter besiedelt. Gute Perspektiven sind in den Städten Harburg, Wolfsburg und Braunschweig zu erwarten.

Im Weser-Ems-Gebiet wird von einem Nord-Süd-Gefälle gesprochen. Von einer guten Prognose ist für die Städte und Landkreisen Osnabrück, Emsland, Oldenburg, Ammerland und Oldenburg auszugehen. Die Küstenregionen sind deutlich schlechter besiedelt. Friesland hält sich noch im Mittelfeld. Die Landkreise Wittmund, Wesermarsch, Aurich und Leer agieren in den unteren Regionen der Bevölkerungsdichte. Hier ist die Politik derzeit gefordert, gerade für Familien einen Anreiz zu schaffen.

Erwartet wird ein Bevölkerungswachstum in den Regionen Osnabrück, Oldenburg, Vechta, Braunschweig und Cloppenburg. Sinkende Zahlen werden in den Kreisen Wilhelmshaven, Harz und Lüchow-Dannenberg erwartet. Zum Teil mit sehr stark sinkenden Zahlen.

Optimismus im Weser-Ems-Gebiet

Grundsätzlich sind die Unternehmen im Weser-Ems-Gebiet optimistisch gestimmt. Ein Drittel der Unternehmer rechnet mit wachsenden Umsätzen. Es ist jedoch anzumerken, dass der prozentuale Anteil der optimistischen eigenen Prognosen 2017 noch etwas höher lag. Nur 10 % der Unternehmer erwarten einen Rückgang. Einen Einbruch ist aufgrund des Gesamtbildes der konjunkturellen Lage nicht zu erwarten.

Die Mittelständler im Weser-Ems-Gebiet möchten investieren. Jeder zweite Unternehmer ist bereit seine Investitionsvorhaben umzusetzen in 2019. Damit hat der Kreis sogar eine höhere Bereitschaft als der Bundesdurchschnitt. An erster Stelle steht die Bereitschaft der Unternehmer in betriebseigene Fahrzeuge zu investieren. Grund hierfür ist das drohende Dieselfahrverbot. Kfz-Neuanschaffungen stehen im Vordergrund.

Die Personalplanungen hingehen sind zurückhaltender. Die Mitarbeiterzahlen sollen im Durchschnitt gehalten werden. Jeder 5. Betrieb plant jedoch eine Aufstockung seines Personals. Der Handel plant eine Verstärkung seiner Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr.

Über 70 % der mittelständischen Unternehmen ist mit keinen Finanzierungsproblemen konfrontiert. 10 % hatten Probleme, da mehr Sicherheiten gefordert wurden oder die bürokratischen Abläufe einen Mehraufwand bedeuteten. Anzumerken ist noch, dass die Kreditzinsen angezogen haben.

(Redaktion)


 


 

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