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  • 09.07.2019, 19:07 Uhr
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  • Deutschland
Finanzen

Augen auf beim Häuserkauf

Die Entscheidung zum Kauf eines eigenen Hauses ist eine Entscheidung fürs Leben. Wer hier fahrlässig handelt, kann böse Überraschungen erleben, im Zweifelsfall sogar viel vom eingesetzten Kapital verlieren. Worauf man bei einer Objektbesichtigung achten muss, wie man sich bestens darauf vorbereitet und welche Fragen dem Vorbesitzer unbedingt gestellt werden müssen, lesen Sie im folgenden Beitrag.

„Geschenkt ist noch zu teuer.“ Die Komödie mit Tom Hanks aus dem Jahre 1986 widmet sich – natürlich völlig überspitzt – dem Thema Pfusch am Bau. Damit Ihnen nach dem Hauskauf weder das Lachen vergeht noch die Tränen kommen, sollten Sie unsere wichtigsten Tipps zum Hauskauf beherzigen.

Wenn Sie Ihre ins Auge gefasste Immobilie erstmals live sehen, sollten Sie im Vorfeld schon ein wenig über das Umfeld der Immobilie recherchiert haben. Denn je mehr Sie über die Lage, über das Grundstück, Einkaufsmöglichkeiten, die Infrastruktur und vielleicht schon über das Gebäude herausfinden, desto leichter fällt Ihnen die Einordnung beim ersten Anblick.

Wichtige Fakten vorab recherchieren

Außerdem sollten Sie einige wichtige Dokumente vorab gesichtet haben. Ein Exposé mit Angaben zum Baujahr, der Wohnfläche mit Grundrisszeichnung und eventuell auch Daten zu Bauweise und Ausstattung. Anzufordern sind diese Unterlagen beim Verkäufer oder beim vielleicht beauftragten Makler. Nicht minder wichtig: Ein aktueller Grundbuchauszug und die Flurstückkarte, die das zum Haus gehörende Grundstück ausweist.

Seit 2009 ist der Energieausweis Pflicht. Scheuen Sie nicht den Weg zum Bauamt, um sich über Bauprojekte zum Beispiel auf einem leeren Nachbargrundstück zu informieren. In diesem Rahmen erfahren Sie auch, ob noch Kanal-Anschlusskosten oder Gelder für den Straßenausbau auf Sie zukommen könnten.

„Liebe auf den ersten Blick“?

Wenn Sie Ihr Wunschobjekt zum ersten Mal live erleben, kommen natürlich Emotionen mit ins Spiel. Da reicht die Klaviatur von der „Liebe auf den ersten Blick“ bis zum „Wollen wir uns das wirklich antun?“ Vielleicht lassen Sie das neue Domizil in spe erst einmal von außen auf sich einwirken. Werfen Sie schon mal einen Blick auf die Fassade. Hat diese Risse oder feuchte Stellen? Sind die Fensterrahmen eventuell verzogen? Übrigens gelten sämtliche Ratschläge auch, wenn Sie in eine vermietete Wohnung als Kapitalanlage investieren wollen.

Wenn es dann ins Innere geht, kommen die Fakten ins Spiel. Passt die Raumaufteilung? Passen die Möbel in die vorgegebenen Grundrisse? Wie stellt sich der Zustand des Gebäudes dar? Es wird offensichtliche Mängel geben, und es wird versteckte Unzulänglichkeiten geben, die es aufzuspüren gilt.

Ein Bausachverständiger muss involviert sein

Es ist also unbedingt anzuraten, bei der Objektbegehung einen Bausachverständigen Experten hinzuzuziehen. Vom Keller bis zum Dach gibt es typische Mängel. Schimmel im Keller wegen schlechter Isolierung und mangelnder Belüftungsmöglichkeiten, undichte Dächer und schlecht gedämmte Dachstühle – von unten bis oben gibt es zahlreiche Tücken, die auch ein vermeintliches Schnäppchen im Nachgang zum teuren Sanierungsfall werden lassen. Der begleitende Mensch mit Sachverstand kann die Mängel einordnen und bewerten und damit eventuell Einfluss auf den Kaufpreis nehmen.

Zu guter Letzt stellen Sie dem Eigentümer die Fragen, die im Vorfeld unbeantwortet geblieben sind. Wie viele Eigentümer hatte das Haus bisher, und warum wird es überhaupt verkauft? Fragen Sie nach Kitas und Schulen, medizinischer Versorgung und Freizeitmöglichkeiten, und nicht zuletzt nach der Nachbarschaft. Wenn Sie alle Fakten kennen, gilt es immer noch eins abzuklären: Was sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl?

(Redaktion)


 


 

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