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  • 11.03.2020, 18:55 Uhr
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  • Deutschland
Finanzen

Fürs Alter finanziell vorsorgen: Wichtiger denn je

Der demografische Wandel und lückenhafte Erwerbsbiografien sind die Ursachen, die Versorgungslücke bei Renteneintritt ist die Folge: Für immer mehr Bundesbürger wird die gesetzliche Rente in Zukunft allein nicht mehr reichen. Umso notwendiger ist es für den Einzelnen, jetzt aktiv zu werden.

Experten erwarten Anstieg der Altersarmut

Das Risiko, später unter Altersarmut zu leiden, wird in Deutschland zunehmen. Das zeigt eine repräsentative Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Selbst bei unvermindert guten Konjunkturaussichten kann in etwa 20 Jahren mehr als jeder fünfte Rentner von Altersarmut betroffen sein. Das wäre ein Anstieg von derzeit 16,8 auf 21,6 Prozent.

Besonders betroffen sind laut der Studie Geringqualifizierte und Alleinstehende. Der Grund für die Altersarmut liegt unter anderem in der Bevölkerungsentwicklung des Landes.

Immer weniger Beitragszahler

Das sinkende Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung hat demografische Gründe: Die steigende Lebenserwartung bei sinkenden Geburtenraten hat zur Folge, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Ruheständler Rentenbeiträge zahlen müssen.

Dieser demografische Wandel setzt dem Generationenvertrag zu: Die Rente der in den Dreißiger- und Vierzigerjahren geborenen Eltern der Babyboomer-Generation wurde noch von vielen Beitragszahlern finanziert. Wenn die Babyboomer in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren selbst in Rente gehen, werden es immer weniger sein.

Brüche im Lebenslauf

Ein weiterer Grund für die sinkenden Renten sind Lücken im Erwerbsleben: Nur die wenigsten der heute berufstätigen Arbeiter und Angestellten arbeiten während ihrer Lebensarbeitszeit noch durchgehend für einen oder zwei Arbeitgeber.
Zeitweise Selbstständigkeit und längere Arbeitslosigkeiten sind weitere Faktoren, die die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung schmälern.

Klaffende Versorgungslücken

Als Folge dieser Entwicklungen werden immer Menschen bei ihrem Renteneinstieg mit einer Versorgungslücke rechnen müssen. Sie bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten monatlichen Nettoeinkommen und der ersten Rentenzahlung. Diese Versorgungslücke hat zur Folge, dass sich immer mehr Menschen als Ruheständler dauerhaft finanziell einschränken müssen.

Orientierung für die Altersvorsorge: Das Drei-Säulen-Modell

Wer sich aufgrund drohender Altersarmut um seine Altersversorgung kümmern möchte, verliert schnell den Überblick über seine Optionen. Hier hilft das Drei-Säulen-Modell – es zeigt die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge auf.

Erste Säule: Die Pflichtversicherungen

Zu ihnen gehören die gesetzliche Rentenversicherung, die berufsständischen Versorgungseinrichtungen, die Beamtenversorgung und die Alterssicherung der Landwirte. Sie bilden die Basis für die eigene Altersvorsorge.

Zweite Säule: Die betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) vereinbaren Arbeitnehmer mit ihren Arbeitgebern eine Betriebsrente für finanzielle Leistungen im Alter, aber auch bei Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit.

Es gibt fünf Varianten („Durchführungswege“) der bAV: die Direktversicherung, die Direktzusage, der Pensionsfonds, die Pensionskasse und die Unterstützungskasse.

Dritte Säule: Die private Altersvorsorge

Zur privaten Vorsorge gehören so verschiedene Vorsorgeprodukte wie private Renten- oder Lebensversicherungen, Fondssparpläne, Immobilien und staatlich geförderte Riester- und Rürup-Sparverträge.

Wer aufgrund der Fülle an Finanzprodukten für die private Vorsorge Beratung braucht, kann sich an seinen Bankberater, eine unabhängige Finanzberatung oder an einen Finanzdienstleister wenden. Unternehmen wie MLP, die DVAG oder Swiss Select beraten heutzutage nicht nur, sondern halten für ihre Kunden auch nützliche digitale Tools bereit. Sie machen die Verwaltung der Produkte einfacher, wie zum Beispiel die Finanz-App von Swiss Life Select.

Zum Handeln ist es nie zu spät

Der demografische Wandel ist Realität, und das macht die betriebliche und private Altersvorsorge für Arbeiter und Angestellte wichtiger denn je. Selbst mit 50 Jahren lohnt es sich noch, in seine Zukunft zu investieren und einer drohenden Versorgungslücke entgegenzuwirken.

(Redaktion)


 


 

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