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  • 09.12.2019, 07:43 Uhr
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  • Deutschland
Finanzierung

Der richtige Hauskredit – in 5 einfachen Schritten

Die eigenen vier Wände bauen oder ein fertiges Haus kaufen – beide Wege bringen eine große und einschneidende Investition mit sich. Wer hier unüberlegt vorgeht, ist später meist enttäuscht oder riskiert sogar seine finanzielle Zukunft. Statt vorschneller Entscheidungen hilft es vielmehr, sich umfassend zu informieren und die Summe des Hauskredits genau zu hinterfragen. Folgende Schritte sind dabei zu berücksichtigen.

Schritt 1: Eigenkapital ansparen

Der Traum von einer eigenen Immobilie bringt zwangsläufig die Frage nach den persönlichen finanziellen Möglichkeiten mit sich. Wie viel Kredit ist tatsächlich machbar und wie hoch ist das Eigenkapital? Genau an diesem Punkt scheitern so manche Träume, denn das Eigenkapital ist ein grundlegender Baustein für die Finanzierung. Ob Sparguthaben, Bausparvertrag oder Lebensversicherung – je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto niedriger ist die benötigte Kreditsumme. Demnach gewähren Banken und Kreditgeber deutlich bessere Konditionen und niedrige Zinsen für die entsprechende Laufzeit. Der gleichen Meinung sind auch die Kredit-Experten von NIST. In einem ausführlichen Artikel haben sie wichtige Informationen zum Thema Hauskredit zusammengestellt und gehen dabei auch auf die Finanzierung ohne Eigenkapital genauer ein.

Schritt 2: alle Kostenfaktoren einkalkulieren

Der Kaufpreis eines Hauses ist nicht die einzige Summe, die in diesem Prozess gezahlt werden muss. Mit dem Erwerb einer Immobilie sind deutlich mehr Kostenfaktoren verbunden, wie beispielsweise der Notar, der Grundbucheintrag und nicht zu vergessen die Grunderwerbssteuer. Schließlich gehört zu jedem Haus das entsprechende Grundstück. Je nach Auswahlprozess fallen Maklerprovisionen an oder Sanierungskosten bei älteren Bestandsimmobilien. Alle diese Kosten müssen in der Gesamtkalkulation enthalten sein.

Schritt 3: realistische monatliche Raten

Der Hauskredit bleibt über die nächsten 10 bis 20 Jahren ein treuer Begleiter im Leben, je nach Darlehenshöhe und den dazugehörigen Konditionen. Aus diesem Grund muss die Tilgung möglichst realistisch kalkuliert werden. Das Budget darf dabei niemals so hoch ausgereizt sein, dass es keinen finanziellen Spielraum mehr im Alltag gibt. Schließlich kann sich schnell an der Jobsituation etwas ändern, das Auto geht kaputt oder eine neue Waschmaschine ist fällig. Die Kosten für den Lebensunterhalt und kleine Investitionen sollten also trotz Hauskredit zu decken sein. Wie hoch darf man also die monatliche Rate ansetzen?

Merke: Die Kreditrate darf 30 – 40 % des Netto-Haushaltseinkommens nicht überschreiten. Nur so bleibt genügend Puffer für einen ruhigeren Alltag.

Die monatliche Rate setzt sich aus Zins und Tilgung für den Kredit zusammen. Daneben spielt die Laufzeit eine wichtige Rolle. Je kürzer die Laufzeit, desto eher ist das Darlehen abgezahlt. Allerdings bringt das eine enorme Monatsrate mit sich, die schnell zu Lasten der Lebensqualität geht. In Zeiten niedriger Zinsen können auch längere Laufzeiten vereinbart werden mit der Möglichkeit auf Sondertilgung.

Schritt 4: Der Zins ist nicht alles

Der Zinssatz ist nicht das einzige Kriterium, das bei einem Vergleich berücksichtigt werden muss. Auch die Laufzeit, die Flexibilität des Vertrags und die Möglichkeit auf Sondertilgungen schnüren hier das Gesamtpaket. Die Baufinanzierung muss individuell betrachtet werden und zur jeweils persönlichen Situation passen. Der Blick darf also nicht nur auf die günstigen Zinsen fallen, wenn es um lukrative Finanzierungsangebote geht. Ebenso sollte geprüft werden, ob regionale Förderprogramme oder staatliche Unterstützungen greifen, wie beispielsweise das Baukindergeld.

Schritt 5: An die Absicherung denken

An den Ernstfall mag niemand wirklich denken. Mit einem großen Darlehen ist das jedoch ein logischer Schritt, um die Angehörigen und auch das neue Eigenheim entsprechend abzusichern. Hier geht es zum Beispiel um die Wohngebäudeversicherung, die Elementarschäden, Feuer oder Wasserrohrbruch abdeckt. Sinnvoll ist ebenso eine Hausratsversicherung, die für alle beweglichen Gegenstände und die Einrichtung zuständig ist. Außerdem wird von dem meisten Kreditgebern eine Risikolebensversicherung empfohlen, die im Todesfall das Darlehen tilgt und den Hinterbliebenen keine Schulden mehr hinterlässt.

(Redaktion)


 


 

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