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Fluggastrechte

Airlines wiegeln Ansprüche regelmäßig ab

In Brüssel wird ja für die EU und deren Bürger so manche Regelung gefällt, über die man wahlweise lachen oder aber die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Nicht so die europäische Fluggastrechte-Verordnung 261/2004. Sie spricht Reisenden eine Entschädigungszahlung durch die Fluggesellschaften als Wiedergutmachung für die Unannehmlichkeiten zu, die durch unpünktliche oder gestrichene Flüge entstanden sind.

Die Airlines müssten relativ häufig in die Entschädigungskasse greifen - 1,3 Millionen Deutsche haben jedes Jahr Anspruch auf Schadensersatz. In Summe beläuft sich dieser auf 665 Millionen Euro.

Für die Airlines allerdings ist die Brüsseler Verordnung fast mag man sagen nicht existent. Entschädigungsanfragen werden in 80 Prozent der Fälle von vornherein zurückgewiesen. Und das auch noch mit schlechtem Stil, denn die berechtigten Ansprüche ihrer Passagieren bügeln die Airlines mit Standardschreiben ab.

Im Durchschnitt stehen dem einzelnen Verbraucher 400 Euro Entschädigung pro stark verspätetem oder gestrichenem Flug zu. Die Höhe der Entschädigung staffelt sich dabei nach der Flugdistanz und der Verspätungsdauer.

Die strikt ablehnende Haltung der Fluggesellschaften zwingt die Verbraucher dazu, ihr Recht einzuklagen. Internetportale wie flightright.de, die die Fluggastrechte vertreten, arbeiten mit so genannten Entschädigungsrechnern. Mit denen kann man seine Ansprüche überprüfen. Mit Hilfe von flightright haben nach eigenen Angaben 95 Prozent der Beschwerden Erfolg. Und der Gerichtsstand Rüsselsheim hat zwei neue Richterstellen, um die vielen Klagefälle überhaupt bearbeiten zu können.

(Redaktion)


 


 

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