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  • 20.01.2014, 09:52 Uhr
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  • Deutschland
Gefahrenstoffe

Wo nichts ist, kann nichts werden - Die Bedeutung ökonomischer Verantwortlichkeit von Unternehmen

Dass Umweltschutz bei der Herstellung von Produkten eine zunehmend größere Rolle spielt, steht außer Frage. Hierzu gehört jedoch nicht nur, die einzelnen Materialien, die bei der Produktion verwendet werden, sorgfältiger und unter Berücksichtigung des ökologischen Aspektes auszuwählen. Daneben ist es auch wichtig, Gefahrenstoffe, die während dem Herstellungsprozess anfallen oder zum Einsatz kommen, separat aufzubewahren und sicher zu entsorgen.

Einige intelligente Lösungen zu diesem Problem bieten entsprechende Gefahrenstofflager, wie es sie beispielsweise bei protecto.de zu erstehen gibt. Als Ergänzungsmodul sollten sie in keinem modernen Betrieb fehlen, ist ihre Aufstellung doch essenziell für einen verantwortlichen Umgang mit umweltschädlichen Substanzen und Abfallprodukten. Ein derartiges vorgehen ist unerlässlich, zumindest bis endlich ganzheitliche Lösungen für den Einsatz ungefährlicher und organischer Werksstoffe gefunden sind.

Der Einsatz von Gefahrenstoffen und seine mannigfaltigen Konsequenzen

Die allgemein gültige Definition von Gefahrenstoffen betrifft zunächst einmal alle künstlich erzeugten Stoffgemische, die ein chemisches Gefährdungspotential für die Gesundheit bzw. Unversehrtheit von Mensch, Tier und Umwelt darstellen. Nennenswert sind hier insbesondere Schlacken und Chemikalien, wie sie etwa bei der Behandlung von Metallen anfallen. Einer der bekanntesten Gefahrenstoffe, die für gewöhnlich zum Beizen diverser Eisenwerkstoffe benutzt werden, ist Schwefelsäure. Als stark ätzende Flüssigkeit zerstört sie lebendes Gewebe schon durch bloßen Kontakt und ist somit nicht nur für organisches sondern ebenso für pflanzliches Gewebe höchst gefährlich.

Allerdings muss nicht jede als gefährlich einzustufende Stoffverbindung künstlichen Ursprungs sein. Auch natürlich vorkommende chemische Elemente und Verbindungen, die sogenannten Reinstoffe, können ein enormes Gefährdungspotential aufweisen, wenn sie unkontrolliert freigesetzt oder nicht fachgerecht gelagert bzw. entsorgt werden. Hierzu zählen unter anderem Asbest, Quecksilber und Thallium. Um eine bessere Übersicht zu schaffen, wird die Gesamtheit aller Schadstoffe gemäß der Gefahrenstoffverordnung (GefStoffV) in folgende Kategorien eingeteilt:

  • brandfördernde Stoffe (O) - z.B. Fluor, Kaliumchlorat und Peroxide
  • leichtentzündliche Stoffe (F) - z.B. Aceton, Ethanol und Phosphor
  • hochentzündliche Stoffe (F+) - z.B. Wasserstoff, Benzin und Diethylether
  • explosive Stoffe (E) - z.B. Glycerintrinitrat, Pikrinsäure und TNT
  • reizende Stoffe (Xi) - z.B. Aluminiumnitrat, Kaliumcarbonat und Natriumcarbonat
  • gesundheitsschädliche Stoffe (Xn) - z.B. Acetaldehyd, Dichlormethan und Kaliumchlorat
  • giftige Stoffe (T) - z.B. Chlor, Methanol und Tetrachlormethan
  • sehr giftige Stoffe (T+) - z.B. Arsen, Quecksilber und Thallium
  • ätzende Stoffe (C) - z.B. Natronlauge, Salpetersäure und Schwefelsäure
  • umweltgefährdende Stoffe (N) - z.B. Blei, Chrom und Nickel

Erwähnt sei an dieser Stelle, dass die meisten Gefahrenstoffe mehr als einer der genannten Einstufungen entsprechen.

Die Folgen für Gesundheit und Umwelt können dabei ebenfalls sehr vielfältig sein und stehen mit irreparablen Langzeitschäden in Verbindung.

• Gewebeschäden
Vor allem entzündliche und ätzende Schadstoffe rufen bei einem Kontakt mit der Haut für gewöhnlich schwere Verbrennungen oder Verätzungen hervor, die nicht selten bleibende Schäden am Gewebe hinterlassen. Doch auch als Folge einer schadstoffbedingten Explosion bzw. eines Brandes sind Entstellungen dieser Art keine Seltenheit.

• Gesundheitsschäden:
Zu den 'leichteren' gesundheitlichen Schäden zählen in Bezug auf Gefahrenstoffe in erster Linie Vergiftungen und Beeinträchtigungen der inneren Organe, wie sie beispielsweise durch das Einatmen giftiger Dämpfe oder Gase ,verursacht werden. Chronische Gesundheitsprobleme, wie auch das Risiko erhöhter Mortalität sind hier nicht ausgeschlossen.

• Erbgutschäden:
Eine noch gefährlichere Variante der gesundheitlichen Folgen beim direkten oder indirekten Kontakt mit Gefahrenstoffen bilden Schädigungen auf genetischer Ebene. Als häufigste Auslöser unter den Gefahrenstoffen gelten hier die sogenannten CMR-Stoffe (z.B. radioaktive Abfallstoffe), welche eine extrem krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Wirkung besitzen.

• Umweltschäden:
In Anbetracht all dieser schädigenden Aspekte für die Gesundheit des Menschen sind auch die Konsequenzen für das globale Ökosystem verheerend. Immerhin gilt die gesundheitsgefährdende Wirkung auch für Flora und Fauna. Von einer nachhaltigen Veränderung der Botanik, Gewässer und des Bodens über ungeahnte Mutationsvorgänge bis hin zur Schaffung einer gänzlich lebensfeindlichen Umgebung (bspw. durch die Veränderung der Ozonschicht) muss hier mit allen Risiken gerechnet werden.

Unternehmen nach wie vor in der Verantwortung

Wenngleich die genannten Konsequenzen weithin bekannt sind, spielen noch immer viel zu viele Industrieunternehmen mit der Unversehrtheit ihrer Standorte und Kunden, indem sie zum Beispiel Schadstoffe illegal in umliegende Gewässer abführen oder verbotene Substanzen zur Herstellung ihrer Produkte nutzen. Auch das getätigte, finanzielle Engagement ließ im Bereich der Industrie lange Zeit zu wünschen übrig. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes steigerte der Industriesektor 2011 seine Ausgaben für bessere Umweltschutzbedingungen innerhalb der Betriebe um ganze 18 %, Tendenz steigend. Die Schaffung einer grünen Wertschöpfungskette kommt somit näher in Sicht.
Jetzt heißt es:weiter Gas geben, aber bitte nur schadstofffrei!

(Redaktion)


 


 

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