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Fachmesse IMA

Glück im Spiel…Automatenwirtschaft trifft sich auf der Fachmesse IMA

Alle Jahre wieder, also „same procedere as every year“, trifft sich die Automatenwirtschaft zu ihrer Fachmesse IMA, der Internationalen Messe für Unterhaltungs- und Warenautomaten. Die 31. Auflage steigt momentan in Düsseldorf.

Eigentlich sollte es auf einer Messe ja um den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen gehen. Das tut es auch. Aber, wie jedes Jahr, geht es für die Branche um viel mehr. Denn IMA-Zeit ist die Zeit, sich Gehör zu verschaffen. Zum einen in der Öffentlichkeit, andererseits viel mehr noch bei den politischen Entscheidungsträgern.

Denn auch in diesem Jahr stehen wieder einmal Änderungen im so genannten Glücksspielstaatsvertrag auf der Agenda. Verkürzte Öffnungszeiten für Spielhallen in Verbindung mit weiter steigenden Vergnügungssteuersätzen lässt die Branche düster in die Zukunft blicken.

Siegfried Kauder (MdB) formulierte in seiner Eröffnungsrede auf der IMA das gleiche Recht für alle und bezog sich damit auf das staatliche Glückspiel in Form von Lotto und den Angeboten in den Spielbanken, das weiter liberalisiert wird. Kauder, immerhin Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags, sieht in den Plänen der Bundesländer gar Verfassungsverstöße.

Hersteller, Großhändler und Aufsteller verbuchten in 2011 einen Zuwachs von 4,3 Prozent beim Umsatz. Beim Zugpferd Nummer eins, den so genannten Geld-Gewinnspielgeräten (GGSG), befanden sich Ende 2011 über 240.000 Stück in der Aufstellung. Damit ist die Branche in etwa auf den Stand Mitte der 90iger Jahre zurückgefallen.

Kurzfristig die gesamte Produktion lahm gelegt

Paul Gauselmann ist Hersteller von Automaten, Großhändler von Automaten und auch…Automatenaufsteller in seiner Spielothekengruppe. Die Folgen eines geänderten Glücksspielstaatsvertrages sieht er so: Vernichtung von über 50 Prozent der Existenzen und Arbeitsplätze im Bereich der Automatenwirtschaft. Bei der Industrie würde die geplante Änderung der Spielverordnung, durch die die Attraktivität der heutigen GGSG in unakzeptabler Weise beschnitten wird, kurzfristig die gesamte Produktion lahm legen.

Und im kommenden Jahr? Same procedere? In etwa schon. Vielleicht ist es dann ja mal wieder die Spielsucht die Sau, die durchs Dorfgejagt wird. Auch das wird dann wieder von Jan Hofer charmant moderiert und von einem Politiker aus der zweiten Reihe kritisiert. Ach ja, um den Verkauf von Waren und Dienstleistungen geht es auch. Zum Beispiel bei den Hausmessen im Frühjahr und im Herbst, die sämtliche großen Anbieter von Unterhaltungsautomaten abhalten.

(FN)


 


 

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