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Edelmetalle: Lohnt sich jetzt noch der Einstieg?

Besitzen Sie schon Gold? Dann gehören Sie in Deutschland noch immer zu einer Minderheit. Und das ist schon sehr erstaunlich, denn Gold ist die erfolgreichste Anlageklasse der vergangenen zehn Jahre. Seit dem Tief 2001 bei knapp 250 Dollar pro Unze (31,1 gr) ging es bis September 2011 in der Spitze bis auf 1.920 Dollar pro Unze nach oben.

Doch seitdem ist die Luft etwas raus. Gold ist in einem Seitwärtsmarkt angekommen – kein Wunder nach den massiven Zuwächsen auch im Zuge der Finanzkrise. Und da bin ich auch schon bei einem wichtigen Punkt: Gold ist eben ein Kriseninvestment.

Gold ist die Krisenwährung

Je größer die Unsicherheit an den Finanzmärkten, desto größer ist auch die Attraktivität von Gold als Investment. Daher hat es das Edelmetall auch die Krisenjahre 2008 und 2009 mit einem Plus abgeschlossen – als einzige Anlageklasse überhaupt.

Doch aktuell wächst die Skepsis beim Gold. Das Abrutschen auf unter 1.600 Dollar pro Unze vor einigen Tagen wurde von vielen Experten als negatives Signal gedeutet. Schon machten Preisziele von 1.250 Dollar die Runde.

Die Skepsis ist meiner Ansicht nach völlig überzogen. Der ungewisse Wahlausgang in Italien und die Befürchtungen vor einem Ende des Sparkurses in dem Land bieten genügend Konfliktpotenzial für weiter steigende Goldpreise. Wie gesagt: Gold ist eine Krisenwährung – und die Euro-Krise ist eben noch nicht vorbei.

Nun sind umgerechnet rund 1.200 Euro für 31,1 gr Gold sehr viel Geld – zu viel Geld für viele Investoren. Daher setzen viele Edelmetallfans mittlerweile auch lieber auf Silber. Hier kostet die Unze nur gut 22 Euro. Doch eins muss Ihnen auch klar sein: Silber schwankt sehr viel stärker als Gold. Wenn Sie also 30% Schwankungen in einem Jahr gut aushalten – dann ist Silber sicherlich ein spannendes Investment mit guten Chancen.

Silber ist die preiswerte Alternative

Wenn Ihnen das Risiko aber zu hoch ist, sollten Sie lieber auf den „Klassiker“ Gold setzen – zumal hier der Kauf und Verkauf von der Mehrwertsteuer befreit ist. Beim Silber hingegen werden bei Münzen 7% und bei Barren sogar 19% Mehrwertsteuer fällig. Dies ist eine weitere exotische Erscheinung bei der Mehrwertsteuer, für die es keine logische Erklärung gibt. Daher ist auch schon eine Änderung angedacht. Und raten Sie mal wie diese ausfallen soll? Richtig, für beide Anlageformen sollen dann 19% Mehrwertsteuer fällig werden. Sinkende Steuern kommen in der Gedankenwelt von Politikern eben kaum vor.

(Heiko Böhmer)


 


 

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