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Presseauszug

Afghanisch-Pakistanischer Gipfel am 1.April in Ankara

Presseauszug aus türkischen Zeitungen: Gül trifft Barsani bei offiziellen Besuch im Irak, Afghanisch-Pakistanischer Gipfel in Ankara, Reuters zum Besuch von US-Präsident Obama in der Türkei, gemeinsame Truppenübung von Türkei und China, sowie der Kommentar des Tages zum Erbil-Treffen zum Thema der Kurden in der Türkei.

GÜL TRAF BARSANI

Staatspräsident Abdullah Gül, der für einen offiziellen Besuch in Irak weilt, kam am zweiten Tag seiner Irak-Reise mit den turkmenischen Abgeordneten im irakischen Parlament zusammen.

Danach traf Gül mit dem Ministerpräsidenten der Regionalregierung im Nordirak Nechirvan Barsani zusammen. Barsani, der nach seinem über eine Stunde dauernden Gespräch mit Gül die Fragen der Journalisten beantwortete, bezeichnete dieses Treffen als einen beträchtlichen Schritt, die Beziehungen zu verstärken. Barsani: „Die Türkei ist für uns ein wichtiges Land, mit dem wir in guten Beziehungen stehen wollen. Außerdem verstehen wir die Sorgen der Türkei.“ Barsani unterstützte auch Talabanis Aufruf an die Terrororganisation PKK, entweder Waffen niederzulegen oder Irak zu verlassen.

Staatspräsident Abdullah Gül seinerseits betonte, es sei bei seinem Gespräch mit Barsani auf der Tagesordnung, dass sich die PKK-Lager im Nordirak befinden, und erklärte: „Nach der Ausrottung der PKK werden unsere Beziehungen nicht begrenzt. Alle müssen den Kampf gegen die PKK unterstützen. Nach diesem Kampf werden die Beziehungen sich verbessern.“ In Bezug auf Begnadigung für die PKK-Anhänger, die ihre Waffen niederlegen werden, sagte Gül: „Begnadigung ist unsere innere Angelegenheit, deswegen werde ich über dieses Thema mit keinem anderen diskutieren.“ (Cumhuriyet)

AGHANISCH-PAKISTANISCHER GIPFEL AM 1. APRIL IN ANKARA

Die Türkei bringt die Führer von Afghanistan und Pakistan zum vierten Mal zusammen. Der pakistanische Staatschef Asif Ali Zardari und der afghanische Amtskollege Hamid Karzai werden am 1. April als offizieller Gast vom Staatspräsidenten Abdullah Gül in Ankara zusammenkommen. Dabei werden auch die Militär- und Geheimdienstzuständigen der drei Länder anwesend sein.

Vor diesem Treffen unter türkischer Vermittlung werden bezüglich des Afghanistans zwei Versammlungen am 27. März in russischer Hauptstadt Moskau und am 31. März in der holländischen Stadt Den Haag stattfinden. Auf diesen Versammlungen wird die Türkei vom Außenminister Ali Babacan vertreten sein. (Cumhuriyet)

REUTERS: „TÜRKEI KANN OBAMA HELFEN“

Die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass der US-Präsident Barack Obama mit seinem Türkei-Besuch kurz nach seinem Amtsantritt eine große Gelegenheit ergreifen könne, die Rolle von Ankara im weiten Mittleren Osten in höchstem Maße zu benützen.

Laut der gestern veröffentlichten Analyse über Obamas Türkei-Besuch und die türkisch-amerikanischen Beziehungen könne die Türkei bei den Konflikten und Spannungen zwischen Israel-Syrien und in der Region Iran-Irak-Afghanistan, auf Zypern und in Kaukasien den USA beistehen. Es wird auch darauf hingewiesen, dieser Besuch bedeute eine Zustimmung zu dem Einfluss der Türkei im Gebiet, zu ihrer Wirtschaftskraft und alternativlosen diplomatischen Kontakten und ihrer Eigenschaft, eine islamische und laizistische Demokratie zu sein. (BYEGM)

YALÇINDAĞ SANDTE OBAMA EINEN BRIEF GEGEN ARMENIER-ENTWURF

Arzuhan Doğan Yalçındağ, Vorstandvorsitzende des Verbandes Türkischer Industrieller und Unternehmer (TÜSIAD), sandte dem US-Präsidenten Barack Obama einen Brief, in dem sie darauf hinwies, dass es ein Missgeschick sein werde, falls der Gesetzentwurf über den angeblichen Massenmord an Armeniern im US-Kongress, besonders in einer Periode in der sich die türkisch-armenische Beziehungen entwickeln, angenommen wird. Yalçındağ wies darauf hin, dieses Thema sei eigene Sache der Türkei und Armenien und sie sollten ihre Probleme untereinander lösen.

Yalçındağ schickte auch eine Kopie des Briefs an dem stellvertretenden US-Präsidenten Joe Biden, der Außenministerin Hillary Clinton, dem Verteidigungsminister Robert Gates und dem Berater für nationale Sicherheit James Jones.

In ihren Brief erklärte Yalçındağ, dass die Allianz zurzeit in eine feste Unterstützung benötigt und die türkisch-amerikanischen Beziehungen statt negativen Entwicklungen mit konstruktiven Betätigungen verstärkt werden müssen. Yalçındağ fügte zu, dass die Region sehr sensibel sei und sie zusammen für den Gemeinnützigkeit um den Frieden und Wohl der Völker bestreben sollten.

Unterdessen legte Yalçındağ ihrem Brief einen Bericht bei, der die armenische These als einseitig betont und die Perspektive und Haltung der Türkei, an. (Hürriyet/Milliyet)

TÜRKEI OFFERIERTE CHINA GEMEINSAME TRUPPENÜBUNG

Kommandeur der Kriegsakademie General Hasan Aksay, der sich für einen offiziellen Besuch in der chinesischen Stadt Peking befindet, offerierte einen gemeinsamen militärischen Manöver der Türkischen und Chinesischen Armeen. General Aksay kam im Rahmen seiner Kontakte mit General Ge Zehnseng, dem stellvertretenden chinesischen Generalstabschef, und General Vang Sibin, dem Kommandeur der nationalen Verteidigungsuniversität zusammen.

General Aksay und General Zehnseng erklärten bei ihrem Treffen, dass das Treffen, wobei sie besonders den Personalaustauschs- und Bildungsplan in die Hand genommen haben, die Beziehungen zwischen den Armeen und Kriegsakademien weiterentwickeln werde.

Unterdessen deutete General Aksay darauf hin, beide Völker haben einen bedeutenden Freundschaftsverband von der Vergangenheit und deswegen hoffe er, die Beziehungen fortzuführen. (Türkiye)

KOMMENTAR DES TAGES

DAS ERBIL-TREFFEN IST EINE WIEDERHOLUNG DER PARISER KONFERENZ
von YALÇIN DOĞAN (HÜRRIYET)

Kolumnenschreiber Yalçın Doğan kommentierte über die Kurdenkonferenz in Erbil. Eine Zusammenfassung seiner Kolumne:

„Es sieht so aus, als ob die Konferenz in Erbil abgesagt wird. Viele haben große Hoffnungen, aber das Wasser fließt jetzt in eine andere Richtung.

Die Geschichte ist voll von Kurdenkonferenzen. Jedes Buch über die Kurden-Frage ist voll von Kurdenkonferenzen. Jede Konferenz ist voll mit Hoffnungen sowie die Konferenz in Erbil im kommenden Monat.

Staatspräsident Abdullah Gül, der irakische Präsident Dschalal Talabani und die US-Außenministerin Hillary Clinton sind in der Hoffnung, dass die PKK die Waffen stilllegen wird.

Es wird erklärt, dass alle kurdischen Parteien an der Konferenz in Erbil teilnehmen werden, einschließlich der PKK.

DTP ist die Erste, die Zurücktretet

Nach der Erklärung, dass die Konferenz in Erbil stattfindet, beginnt ein Prozess. Die Demokratische Gesellschaftspartei (DTP), die vorher an der Konferenz teilnehmen sollte, sagte: „Wir werden nicht an der Konferenz teilnehmen.“ Diese Erklärung ist immer noch gültig. Aber es ist auch noch nicht bestimmt, ob der Tag der Konferenz gültig ist.

Das ist die öffentliche Erklärung der DTP, aber der eigentliche Grund dafür ist die Ausschließung der PKK. DTP-Vorsitzender Ahmet Türk hat eine eigenartige Begründung dafür:

„Wir werden uns an keiner Konferenz beteiligen, an der die Kurden nicht teilnehmen.“ Der Konferenz ist voll von Kurden und die Teilnehmer sind nur Kurden. Wie kann es sein, dass die Kurden nicht teilnehmen? Oh ja, es stimmt, es gibt Kurden, die nicht an der Konferenz teilnehmen, die in der Konferenz unerwünscht sind, die PKK.

Das kann man folgendermaßen übersetzen: Wenn die PKK an der Konferenz nicht teilnimmt, dann wird die DTP daran überhaupt nicht teilnehmen.

Das ist Unmöglich

Als die Konferenz auf die Tagesordnung kam, gab die PKK eine Botschaft darüber, dass sie die Waffen stilllegen wird. Aber in den letzten Tagen sagte sie, dass die Konferenz sie nicht tangiert. Das kann man auch übersetzen:

1- Nehmen wir an, die PKK wird auf der Konferenz aufgerufen, die Waffen stillzulegen. Die PKK wird diesen Aufruf nicht folgen.

2- Wenn die PKK den Aufruf nicht folgt, dann, falls Dschalal Talabani in seiner Erklärungen aufrichtig ist, wird die Methode zur Beseitigung der PKK geändert. Das wird eine Konfrontation zwischen Talabani und Barsani verursachen. Und das ist unmöglich.

Zum Schluss wird die Konferenz, die seit Tagen auf der Tagesordnung der Staatspräsidenten ist, wird abgesagt. Das Treffen wird wieder stattfinden, aber es ist schwer, das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Die PKK Will Am Tisch Sitzen

Der Grund dafür, dass alles schief geht, ist der Wunsch der PKK, am Tisch zu sitzen. Zuerst sieht es aus, als ob die PKK eingeladen würde, und dann wird sie ausgeschlossen. Und wenn die PKK ausgeschlossen wird, sabotiert sie die Konferenz. Genauso wie in Paris vor Jahren.

Damals war die Demokratische Partei des Volkes (HADEP) die Kurdenpartei. Es wurde wieder eine Kurdenkonferenz in Paris veranstaltet. Am Anfang wurden alle eingeladen. Als die PKK lernte, dass sie nicht eingeladen ist, hat sie HADEP nicht erlaubt, an der Konferenz teilzunehmen.

Leider ist die Konferenz in Erbil eine bittere Wiederholung der Geschichte.“

Quelle: BYEGM

(Redaktion)


 


 

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