Türkischer Export
Türkischer Formenbau liefert zunehmend ins Ausland
GTE Deutschland. Formenbau ist der Anfang vieler Produktionsprozesse, ob im Spritzguss oder der Metallverarbeitung. Während der Formenbau in europäischen Ländern durch hohe Lohnkosten ein Kostenfaktor ist, ist die Türkei mit günstigen Preisen mittlerweile durchaus wettbewerbsfähig.
Mit dem Aufbau wettbewerbsfähiger Industrien in Bereichen wie Kfz und Elektrogeräte in der Türkei haben auch die Zulieferer von Werkzeugmaschinen, Werkzeugen und Formen enormen Anschub erhalten. Während zunächst fast alle Ausrüstungen importiert werden mussten, ist in den letzten beiden Jahrzehnten eine lokale Fertigung des Sektors herangewachsen, die in den vergangenen fünf Jahren zunehmend auch Erfolge im Export feiern kann. Wichtigster Handelspartner der Türkei ist auch in diesem Bereich Deutschland.
Vor allem die Entwicklung in vier Industriezweigen hat in der Türkei in den letzten Jahren für eine äußerst dynamische Entwicklung im Formenbau für die Herstellung von Blech- und Gussteilen gesorgt. Das Wachstum in der Produktion von Automobilen und Elektrogeräten, aber auch der Bedarf der Verpackungsindustrie und die Herstellung von Baumaterialien hat die Nachfrage nach Gussformen für Metall und Kunststoff sowie Vorlagen für Blechpressen stark ansteigen lassen. Mit dem steigenden Bedarf hat sich auch eine lokale Zulieferindustrie für Formen entwickelt, die speziell in den letzten fünf Jahren große Fortschritte gemacht hat.
Dr. Marcus Knupp, Germany Trade and Invest
Dr. Marcus Knupp ist verantwortlicher Auslandskorrespondent der Germany Trade and Invest GmbH und Leiter des Auslandsbüros Istanbul.
Als solcher recherchiert Herr Dr. Knupp im Auftrag der Bundesagentur für Außenwirtschaft. Mit seinen Publikationen und Artikeln informiert er den Leser über wichtige Wirtschafts- und Branchenfragen, und liefert so ein Gesamtbild der türkischen Wirtschaft.
Der hohe Qualitätsanspruch der in der Türkei für den internationalen Markt produzierenden Hersteller hat dazu geführt, dass die ansässigen Formenbauer nicht nur im Land selbst, sondern auch im Export zunehmend Erfolge feiern können. Deutlich niedrigere Löhne helfen dabei, wettbewerbsfähige Angebote machen zu können. So liegen die Arbeitskosten im Formenbau in der Türkei nach Angabe des Vorsitzenden des Fachverbandes UKUB, Samil Özogul, bei höchstens 25 Euro in der Stunde, während sie in westeuropäischen Ländern ein Niveau von 45 bis 65 Euro erreichen.
Viele weitere Informationen zum Formenbau in der Türkei sowie Adressen und weitere interessante Statistiken finden Sie auf der Seite unseres Partners GTaI.
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Quelle: GTaI
(Marcus Knupp)
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