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Presseauszug

GÜL: „JETZT IST ES ZEIT FÜR POLITIK“

Presseauszug aus türkischen Zeitungen: Gül zur Situation der PKK, Erdoğan zur weiteren Ausrichtung seiner Partei und zur Opposition, Obama und die islamische Welt, sowie der Kommentar des Tages zum Bagdad Besuch des Staatspräsidenten Abdullah Gül.

GÜL: „JETZT IST ES ZEIT FÜR POLITIK“

Staatspräsident Abdullah Gül, der sich für einen zweitägigen Besuch im Irak befindet, bewertete während seiner Reise nach Irak im Flugzeug die Situation der Terrororganisation PKK. Gül erklärte, dass mit Terror und Waffen keine Lösung erreicht werden könne, und sagte: „Blut, Gewalt und Terror müssen enden. Ich habe große Hoffnung dafür. Jetzt ist es Zeit für Politik und wir müssen uns alle dazu bestreben.“

Staatspräsident Gül fügte zum gleichen Thema dazu, dass sehr ausführliche Betätigungen im Hintergrund durchgeführt werden. Dabei benutzte Gül einen positiven Ausdruck für die Kurdenkonferenz, die in Erbil stattfinden wird. (Milliyet)

GÜL IN BAGDAD

Staatspräsident Abdullah Gül, der für einen offiziellen Besuch nach Irak reiste, kam gestern in Bagdad mit seinem irakischen Amtskollegen Dschalal Talabani zusammen.

Nach ihrem Treffen unter vier Augen veranstalteten die beiden Führer eine gemeinsame Pressekonferenz. Talabani erklärte, die Terrororganisation PKK müsse entweder die Waffen niederlegen oder Irak verlassen. Er erinnerte an die irakische Verfassung, die terroristische Aktivitäten im Land verbietet, und betonte, 500 Dörfer im Nordirak seien wegen des Terrors evakuiert worden und die PKK verhindere die Heimkehr der Bewohner dieser Dörfer. Talabani sagte: „PKK muss ihre Waffen niederlegen. Die Türkei befindet sich in einem Prozess zur Demokratisierung. Deswegen sollen alle Seiten ihre Waffen niederlegen. Der Terror schadet allen.“

Staatspräsident Gül seinerseits gab bekannt, dass die Türkei entschlossen sei, die Probleme im Thema Sicherheit zu lösen, und unterstrich die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen der Türkei, den USA und dem Irak. Gül machte auch auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der nordirakischen Regionalregierung im Kampf gegen die PKK aufmerksam. Staatspräsident Gül teilte mit, dass er mit Talabani auf den Transport der irakischen Energiequellen über die Türkei geeinigt habe.

Unterdessen wurde mit Irak ein Abkommen für umfassende wirtschaftliche Partnerschaft unterzeichnet. (Cumhuriyet)

ERDOĞAN IN BOLU

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der an den von seiner Partei veranstalteten Versammlungen in den nordwestanatolischen Städten Bolu und Düzce teilnahm, kritisierte die Oppositionsparteien, und teilte mit, dass seine Partei auf ihrem Weg entschlossen voranschreiten werde. Erdoğan sagte: „Sie verbreiten Pessimismus, dagegen dienen wir dem Volk. Hier liegt der Unterschied zwischen uns.“

Erdoğan sprach folgendermaßen: „Wir haben die Wirtschaft und Demokratie unseres Landes zu einem besseren Punkt gebracht. Meine Regierung bezahlte eine nette Summe unserer Schulden an IMF und setzt sie von einem Betrag von 23.5 Mrd. Dollar zu 8 Mrd. Dollar herab. Wir erdulden kein Unrecht und stehen immer den Rechten und Unschuldigen bei.“ (Türkiye)

FINANCIAL TIMES: „OBAMA WIRD DIE ISLAMISCHE WELT AUS DER TÜRKEI ANREDEN“

Die englische Wirtschaftszeitung Financial Times (FT) erklärte, dass der US-Präsident Barack Obama die islamische Welt während seines Besuchs zwischen dem 6.-7. April in der Türkei anreden werde. Nach Angaben sagte Obama: „Ich werde eine bedeutende Rede zur islamischen Welt halten, “ hieß es.

Unterdessen, wurde in der FT darauf hingewiesen, es werde der erste Besuch des neuen US-Präsidenten in ein islamisches Land und die ganze Welt warte darauf mit hoher Aufmerksamkeit. (Milliyet)

KOMMENTAR DES TAGES

GÜL: „DIESE SACHE SOLL BEENDET WERDEN“
VON MURAT YETKIN (RADIKAL)

Kolumnenschreiber Murat Yetkin kommentierte über den Bagdad-Besuch des Staatspräsidenten Abdullah Gül. Eine Zusammenfassung seiner Kolumne ist folgendermaßen:

Staatspräsident Abdullah Gül sagte, dass der von der Kurden-Frage verursachte Terror beendet werden soll und verlangte einen Beitrag zu einer Lösung. Gül machte diese Erklärung während seiner Reise nach Bagdad. Er betonte, dass diese Reise nicht wegen des ersten Bagdad-Besuchs eines türkischen Staatspräsidenten seit 33 Jahren wichtig ist, sondern wegen der Unterstützung für einen neuen Irak bedeutend ist. Die Existenz der Terrororganisation PKK auf irakischem Territorium sei ein Hindernis gegen eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen Ankara und Bagdad. Gül wies darauf hin, dass die Regionalregierung im Nordirak von den PKK-Angriffen auf die Türkei verantwortlich ist. Er teilte auch mit, dass der Konferenz in Erbil die erste Bemühung ist, die Gewalt zu beenden. Gül machte folgende Erklärung auf dem Weg nach Bagdad:

„Die territoriale Integrität Iraks und die Bewahrung ihrer politischen Einheit sind von großer Bedeutung für uns. Wir haben die Versammlung der Nachbarländer zu Irak gestartet. Die Türkei hat eine große Rolle in der Situation von Irak, die ohne mehrere Auflösungen erreicht ist. Irak wird bald die Öl-Ressourcen benutzen und die Region wird davon profitieren.

Irak wird normalisiert und dabei muss Bagdad dessen Territorium unter Kontrolle nehmen. Die PKK ist aktiv im Nordirak. Die Region muss von Terrororganisationen gereinigt werden. Irak muss ein sicheres Land sein und gute Beziehungen zu den Nachbarländern haben. Wenn Kurdistan eine Regionalregierung Iraks ist, dann soll Bagdad keine Gelegenheit für Terroraktivitäten in der Region geben. Wenn Irak keine Macht dazu hat, dann kann es die Region als Niemandsland (No-man’s land) deklarieren. Dann hätten wir keine Forderungen von Irak und finden eine Lösung auf unserer Weise.

Die irakische Verfassung nennt die Region als Kurdistan, aber die Tatsache ist, dass die Regierung ausrechnen muss, was es ist, die Türkei zu verlieren. Die Türkei hat Beziehungen zu allen Gruppen in Irak. Nach dem Besuch wird die Zusammenarbeit zunehmen.

Die Führer und Hauptquartier der Terrororganisation befinden sich im Nordirak. Das kann ich nicht übersehen. Wenn es das Irakische Territorium ist, dann ist Irak dafür verantwortlich. Alle Maßnahmen müssen gegen den Terror getroffen werden.

Der Terror kann mit einer umfassenden Zusammenarbeit beendet werden. Jeder muss behilflich sein. Auch die Kurden in Irak… Die Gewalt und der Terror müssen beendet werden.

Bezüglich der Versammlung in Erbil haben sie gesehen, was es ist, die Türkei zu verlieren. Sie haben gesehen, dass der Terror die Beziehungen vergiftet. Zum ersten Mal greifen sie nach Maßnahmen.“

Quelle: BYEGM

(Redaktion)


 


 

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