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Investitionsbedingungen

Hervorragendes Klima für Investitionen in der Türkei

Die türkische Wirtschaft startet mit guten Vorzeichen in das neue Jahr. Dies bietet für mittelständische Unternehmen die in die Türkei expandieren wollen ein hervorragendes Investitionsklima, was auch durch umfangreiche Förderungen unterstützt wird.

Der Türkei steht ein rascher Anschluss an erfolgreiche Zeiten bevor. Nach einem schwierigen Jahr 2009 wird sich das Land im nächsten Jahr laut dem aktuellen Wirtschaftsausblick der OECD so stark erholen wie kein anderer der OECD-Staaten. Demnach wird die türkische Wirtschaft 2010 um 3,7 Prozent wachsen, in 2011 bereits um 4,6 Prozent und ab 2011 durchschnittlich um bis zu sieben Prozent pro Jahr. Für Deutschland werden bis 2017 lediglich Raten zwischen einem und zwei Prozent vorausgesagt. 

Viele deutsche Unternehmen sehen eine Ausweitung ihres Geschäfts daher im Ausland. Besonders der starke deutsche Mittelstand sucht nach neuen Absatzmärkten und Produktionsstandorten – und findet sie in der Türkei.

Ideale Exportbasis und Produktionsstandort

Für Unternehmen aus Zentraleuropa reicht es nicht mehr, nur die heimischen Märkte zu beliefern – hier werden bereits jetzt in vielen Bereichen Überkapazitäten produziert. Eine erheblich steigende Nachfrage wird jedoch dort erwartet, wo der soziale Status auch in den nächsten Jahren noch schnell steigt – wie in der Türkei, wo das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf heute bei über 10.000 US-Dollar liegt und damit dreimal so hoch ist wie noch vor 7 Jahren. 

Durch ihre ideale geographische Lage zwischen Ost und West, Nord und Süd bildet die Türkei eine ideale Exportbasis: Insgesamt 1,5 Milliarden Menschen in den umliegenden Ländern sind von der Türkei aus in kurzer Zeit zu erreichen. Hier eröffnen sich hervorragende Chancen für ausländische Investoren. 

Neben einer geographischen Schlüsselposition ist auch die demographische Perspektive des Landes ausgesprochen günstig. Das Durchschnittsalter in der Türkei beträgt nur 28,5 Jahre – 61 Prozent der 72 Millionen Einwohner sind unter 34 Jahre alt. Es gibt daher reichlich junge Arbeitskräfte, die sehr gut ausgebildet und überdies hoch motiviert sind: Die Produktivität der türkischen Arbeitskräfte ist zwischen 2002 und 2008 um 6,1 Prozent gestiegen.

Ausländische Direktinvestitionen: Deutschland weit vorn

Vor den Krisenmonaten in 2008 und 2009 legte die Türkei bereits ein rasantes Wachstum vor: Zwischen 2002 und 2007 verzeichnete die türkische Wirtschaft Zuwächse von durchschnittlich sieben Prozent und stieg so bis auf Rang 15 der größten Volkswirtschaften der Welt auf. Hieran hatten auch vor allem ausländische Direktinvestitionen einen Anteil. 

In 2007 flossen 22 Milliarden US-Dollar an Investitionen ins Land am Bosporus. Und besonders deutsche Unternehmen sind in der Türkei sehr aktiv. Rund dreitausend meist mittelständische Firmen aus Deutschland erwirtschafteten hier zuletzt einen Umsatz von rund 13,5 Milliarden Euro. Führend sind sie auf den Gebieten Automobil-Zulieferung, Wasser-Management und Energie. 

Laut der Investment Support and Promotion Agency of Turkey (ISPAT) werden rund ein Drittel aller Projekte in diesen Bereichen mit deutschen Investitionen realisiert. Attraktiv sind für deutsche Unternehmen auch Investitionen in Schlüsselsektoren der türkischen Wirtschaft wie dem gesamten High-Tech-Bereich, der Informations- und Telekommunikationstechnologie, der Lebensmittelverarbeitung sowie der Elektronik. 

Die langfristigen Aussichten könnten zudem nicht besser sein: Einer aktuellen Studie der Investment-Bank Goldman Sachs zufolge wird die Türkei bis zum Jahr 2050 die neuntgrößte Wirtschaft der Welt sowie die drittgrößte in Europa sein.

Umfangreiche Förderung durch den türkischen Staat

Das umfangreiche Förderprogramm der Türkei ist ein weiterer Grund für Unternehmen, in die Türkei zu kommen. Abhängig vom Ort des Investments ist die reguläre Körperschaftssteuer für Technologieintensive Produktion von 20 Prozent auf bis zu 2 Prozent reduziert. 

Neben den allgemeinen Investitionsanreizen existieren 20 Freihandelszonen, in denen Unternehmen weder Ausfuhrzölle noch Mehrwertsteuer leisten müssen sowie 31 Technologieentwicklungszonen, in denen Forschung und Entwicklung von der Einkommens- sowie Körperschaftssteuer befreit sind. Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind auch außerhalb dieser Zonen zu 100 Prozent von der Steuer absetzbar. 

Die türkische Wirtschaftsförderung ISPAT bietet investierenden Unternehmen außerdem einen kostenlosen Service: als One-Stop-Shop hilft sie ihnen bei allen notwendigen Schritten des Investments. In Deutschland steht Michael Maasmeier, Wirtschaftsbotschafter der Türkei, als Ansprechpartner zur Verfügung.

Über die ISPATDie Investment Support and Promotion Agency of Turkey (ISPAT) ist die offizielle Agentur für Wirtschafts- und Investitionsförderung in der Türkei und untersteht unmittelbar dem Premierministerium. Die Organisation zeigt ausländischen Unternehmen Investitionsmöglichkeiten auf und leistet Hilfestellung bei der Expansion in die Türkei.

Die Agentur dient als erste Anlaufstelle für Unternehmen sowie als permanente Schnittstelle zu Behörden und Förderinstrumentarien auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Die ISPAT wird im Ausland durch Wirtschaftsbotschafter vertreten, die selbst unternehmerisch erfolgreich sind. Seit April 2007 ist Michael Maasmeier, Geschäftsführer der Counterpart Group, der Wirtschaftsbotschafter der Türkei in Deutschland.

Weitere Informationen unter www.invest.gov.tr, Kontakt für deutsche Unternehmen: Germany@invest.gov.tr

(Redaktion)


 


 

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